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Kontroverse

Dolchstoß für jüdische Gemeinden“: Kurz bei Gedenktag mit Rechtsextremen

Dolchstoß für jüdische Gemeinden“: Kurz bei Gedenktag mit Rechtsextremen
FOTO: EPA/ANTHONY ANEX
2 Min. Lesezeit |

Am Holocaust-Gedenktag veranstaltete der israelische Minister für die jüdische Diaspora, Amichai Chikli, eine Konferenz in Jerusalem mit dem erklärten Ziel, Antisemitismus zu bekämpfen. Chikli erläuterte dabei seine Strategie, gezielt mit jenen politischen Kräften zusammenzuarbeiten, die sich besonders vehement gegen den radikalen Islam positionieren. Bemerkenswert war jedoch die Gästeliste, die überwiegend aus Vertretern rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien bestand. Unter anderem erhielt Jordan Bardella vom französischen Rassemblement National die Gelegenheit, eine Ansprache zu halten.

Umstrittene Teilnehmer

Zu den weiteren eingeladenen Gästen zählten Repräsentanten der Schweden-Demokraten und der spanischen Vox-Partei sowie zwei Söhne des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen Umsturzversuchs zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Auch Sebastian Kurz, Österreichs früherer Bundeskanzler, der einst eine Koalition mit der FPÖ bildete, nahm an der Veranstaltung teil.

Scharfe Kritik

Die Konferenz stieß auf scharfe Kritik aus Fachkreisen. Michael Brenner, Professor für jüdische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bezeichnete die Veranstaltung als „eine Parodie einer antisemitischen Konferenz“. Ariel Muzicant, ehemaliger Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Wien und aktueller Interimspräsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, äußerte sich gegenüber der Times of Israel besonders kritisch.

Er bewertete die Einladung von Persönlichkeiten wie Bardella als „Dolchstoß“ in den Rücken der jüdischen Diaspora-Gemeinden, da sie Parteien mit tiefen ideologischen Wurzeln im Faschismus, Nationalsozialismus und Fremdenhass eine Art „Koscher-Siegel“ verleihe.

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KO KOSMO-Redaktion
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