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Umstrukturierung

Sinkende Geburtenzahlen: Wiener Krankenhaus schließt Entbindungsstation

Sinkende Geburtenzahlen: Wiener Krankenhaus schließt Entbindungsstation
FOTO: Geburtsinfo Wien
2 Min. Lesezeit |

Die Geburtenstation in Wien-Hietzing schließt 2027 ihre Türen und weicht einer Spezialisierung auf Brustgesundheit und Krebsbehandlung.

Die Geburtenstation der Klinik Wien-Hietzing stellt ihren Betrieb Anfang 2027 ein. Künftig konzentriert sich der Standort auf die Fachbereiche Brustgesundheit sowie die Behandlung von Krebs- und Hormonerkrankungen. Diese Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund stagnierender beziehungsweise rückläufiger Geburtenzahlen. Im laufenden Jahr 2024 kamen in Österreich 18.926 Kinder zur Welt.

Ein weiterer Grund für die Entscheidung ist das Fehlen einer neonatologischen Abteilung am Standort Wien-Hietzing. Angela Zacharasiewicz, Vorständin der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde in der Klinik Wien-Ottakring, betont die medizinische Notwendigkeit dieser Spezialabteilung: „Die unmittelbare Nähe von Geburtshilfe und Neonatologie ist ein zentraler Qualitätsfaktor. So können Neugeborene bei Bedarf unmittelbar fachgerecht versorgt werden.“

Übergangsregelung bis 2027

Die Klinik Wien-Ottakring gehört zu den fünf Einrichtungen des Wiener Gesundheitsverbunds, die zukünftig Geburten betreuen werden. Diese Standorte verfügen über ausreichende Kapazitäten, eingespieltes Fachpersonal und neonatologische Abteilungen für die Versorgung von Neugeborenen.

Christoph Wohlmuth, Leiter des Zusammenlegungsprojekts, versichert, dass in Wien-Hietzing noch bis Anfang 2027 Entbindungen möglich sind: „Die Geburtshilfe ist bis zum Transfer voll ausgestattet und bietet wie bisher umfassende Betreuung von Schwangerschaften und Entbindungen ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche.“ Für werdende Mütter besteht die Möglichkeit zur Anmeldung noch bis Ende April.

Neue Spezialisierung

Nach der Schließung der Geburtenstation wird die gynäkologische Abteilung ihren Schwerpunkt auf Brustgesundheit sowie die Behandlung von Krebs- und Hormonerkrankungen legen. Wolfgang Huf, Ärztlicher Direktor der Klinik Wien-Hietzing, sieht in dieser Neuausrichtung Vorteile für die Patientenversorgung: „Diese Spezialisierung ermöglicht eine noch tiefere Expertise und moderne Behandlungspfade, die sich präzise an den Bedürfnissen unserer Patientinnen orientieren.“

Für werdende Mütter besteht die Möglichkeit zur Anmeldung noch bis Ende April.

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KO KOSMO-Redaktion
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