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Absturz

Nach neuen Vorwürfen: Ex-Prinz Andrew aus royaler Villa geworfen

Nach neuen Vorwürfen: Ex-Prinz Andrew aus royaler Villa geworfen
FOTO: EPA/TOLGA AKMEN/US DOJ
5 Min. Lesezeit |

Unter dem Schutz der Dunkelheit musste Andrew Mountbatten-Windsor sein Luxusanwesen räumen. Der Bruder des Königs zieht nach Sandringham – inmitten neuer Epstein-Enthüllungen.

In einer nächtlichen Aktion musste Andrew Mountbatten-Windsor sein herrschaftliches Anwesen, die Royal Lodge, verlassen. Der ehemalige Herzog von York wurde offenbar überstürzt nach Sandringham gebracht, nachdem sein Bruder König Charles zunehmend beunruhigt über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe war. Der Umzug erfolgte kurz nach der Veröffentlichung einer E-Mail aus den jüngsten Epstein-Akten, in der Andrew dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein angeblich mitteilte, er wolle sein „Haustier“ sein.

Die Polizei kündigte am Dienstag an, sie werde Behauptungen nachgehen, wonach Epstein eine zweite Frau nach Großbritannien gebracht haben soll, um Sex mit dem in Ungnade gefallenen Ex-Royal zu haben. Der Vorfall soll sich 2010 in der Royal Lodge ereignet haben – das erste Mal, dass ein Epstein-Opfer angibt, in einer königlichen Residenz missbraucht worden zu sein. Die betroffene Frau, eine Ausländerin damals in ihren Zwanzigern, berichtete, sie habe nach der Nacht mit Andrew eine Führung durch den Buckingham Palace und Tee erhalten.

Umzug nach Sandringham

Andrew hat nun seine 30 Millionen Pfund teure Villa mit 31 Zimmern geräumt – drei Monate nach Rückgabe seines Pachtvertrags. Er wurde 132 Meilen weit nach Sandringham gebracht, „unter dem Deckmantel der Dunkelheit“. Vorübergehend wird er im Wood Farm Cottage wohnen, bevor er nach Abschluss der Renovierungsarbeiten Anfang April dauerhaft ins benachbarte Marsh Farm umzieht.

Wie Insider der Daily Mail mitteilten, könnte Andrew „von Zeit zu Zeit“ nach Windsor zurückkehren, um seinen Umzug abzuschließen oder auszureiten. Es werde „einige Zeit“ dauern, die Royal Lodge vollständig zu räumen, weshalb er in den kommenden Monaten gelegentlich dorthin zurückkehren müsse. „Er wird jetzt in Norfolk leben, aber könnte sich zeitweise in Windsor aufhalten“, erklärte ein Informant.

Nach Andrews Auszug wurde ein stetiger Strom von Fahrzeugen beobachtet, die das Windsor-Anwesen verließen. Der ehemalige Prinz steht unter wachsendem Druck, mit US-Ermittlern im Fall Epstein zu kooperieren. Quellen bezeichnen dies als „Frage des persönlichen Gewissens“ und seiner öffentlichen Verantwortung.

Während der Buckingham Palace eine Stellungnahme zu den neuesten Enthüllungen verweigerte, erklärten königliche Insider gegenüber der Daily Mail, dass „die Abgabe einer Aussage jetzt eine Gewissensfrage für Andrew“ sei. Es sei stets Grundsatz gewesen, dass Personen mit relevanten Informationen „an jeder rechtmäßigen Untersuchung teilnehmen sollten“.

Diese Entwicklung verstärkt die Forderungen, der ehemalige Prinz solle sein selbst auferlegtes Schweigen brechen und mit den Behörden zusammenarbeiten, die Epsteins Verbrechen und dessen Unterstützernetzwerk untersuchen. Obwohl er beim Reiten und Autofahren in Windsor gesichtet wurde – am Montag sogar lächelnd und winkend, scheinbar unbekümmert – herrscht weiterhin eisernes Schweigen vom ehemaligen Royal.

König Charles war offenbar nicht über die Details der neuesten Akten informiert, die das Ausmaß der Beziehung zwischen seinem Bruder und dem Pädophilen enthüllen. Der Palast scheint von dem Material zeitgleich mit der Öffentlichkeit erfahren zu haben. Die resultierenden Schlagzeilen dürften beunruhigend sein, da Andrew während seiner Verbindung mit Epstein ein aktives Mitglied der Königsfamilie war und eine prestigeträchtige Position als britischer Handelsbeauftragter innehatte.

Fergies Wohnungskrise

Während Andrew nun in seine neue Unterkunft umgezogen ist, hatte seine Ex-Frau Sarah Ferguson offenbar weniger Glück. Sie hat angeblich noch keine dauerhafte Bleibe gefunden, da sie nicht mit ihrem Ex-Mann zusammenziehen möchte und die Kinder des Paares keine Wohnung anbieten können. Die ehemalige Herzogin von York steckt in einer „Wohnungskrise“ und hofft, eine neue Bleibe in Windsor zu finden.

Die 66-Jährige müsse jedoch ihre „Erwartungen senken“, was den Standard ihres künftigen Zuhauses betrifft, nach Jahrzehnten in der Royal Lodge. Fergie soll aufgrund ihres Ansehensverlusts in einem „fragilen“ Zustand sein und Freunden anvertraut haben, ihre jüngsten Probleme seien „nicht gut für meine psychische Gesundheit“.

Andrew und Fergie verloren ihre Titel und ihr Windsor-Anwesen, das einst der Königinmutter gehörte, wegen ihrer langjährigen Freundschaft mit dem Milliardär und verurteilten Sexualstraftäter Epstein. Doch während Andrew widerwillig nach Sandringham zieht, „wird Ferguson nicht einziehen“, da sie „lieber in der Gegend von Windsor bleiben würde“, so eine ihr nahestehende Quelle.

„Die Beziehungen zu den Töchtern des Paares sind herzlicher, aber ihrer Mutter wurde keine dauerhafte Unterkunft angeboten“, heißt es in einem Bericht der Times. „Vorerst haben Andrew und Sarah eine Wohnungskrise. Das könnte bedeuten, dass sie ihre Erwartungen an die Art des Lebensstils, den sie führen möchten, zurückschrauben müssen.“

Für zusätzlichen Zündstoff sorgte am Dienstag die Enthüllung, dass Sarah Ferguson eine flirtende E-Mail an Jeffrey Epstein geschickt hatte, in der sie eine „alleinstehende“ Freundin mit „tollem Körper“ beschrieb, die er kennenlernen sollte – und das, nachdem er bereits wegen Sexualverbrechen an Minderjährigen verurteilt worden war. Die ehemalige Herzogin schlug in dieser persönlichen Nachricht an den Pädophilen sogar vor, er könne sie heiraten und sie könnten die mysteriöse Frau als Mitarbeiterin einstellen.

Die ersten Vorwürfe gegen Andrew wurden 2014 von Virginia Giuffre erhoben, die behauptete, sie sei im Alter von 17 Jahren an ihn vermittelt worden. Der ehemalige Prinz hat sämtliche Anschuldigungen stets zurückgewiesen.

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KO KOSMO-Redaktion
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