Britney Spears hat ihren Musikkatalog veräußert. Der Vertrag wurde bereits Ende Dezember unterzeichnet. Aus Gerichtsdokumenten, die dem US-Portal „TMZ“ vorliegen, geht hervor, dass die Sängerin nicht nur ihre Kompositionen, sondern auch weitere Verwertungsrechte abgetreten hat.
Während die exakte Verkaufssumme nicht kommuniziert wird, deuten Branchenkenner auf einen außergewöhnlichen Geschäftsabschluss hin – mit einem geschätzten Wert von rund 200 Millionen Dollar.
Nach Informationen aus dem Umfeld der Künstlerin zeigt sich Spears mit dem Verkauf äußerst zufrieden. Sie nutzt die Zeit nach dem Abschluss offenbar für intensive Familienmomente mit ihren Kindern. Zu den übertragenen Werken gehören ihre bekanntesten Hits wie „Baby One More Time“, „Toxic“, „I’m a Slave 4 U“, „Circus“, „Oops! … I Did It Again“, „Everytime“ und „Stronger“.
Branchenweiter Trend
Das Unternehmen Primary Wave beschreibt sich als marktführender unabhängiger Musikverlag für zeitlose Werke weltweit. Das Unternehmen repräsentiert zahlreiche namhafte Komponisten, Musiker und Plattenlabels. Der Trend zum Katalogverkauf hat in der Musikbranche zuletzt deutlich zugenommen – neben Spears haben auch Justin Bieber, Bob Dylan und Shakira entsprechende Geschäfte abgeschlossen.
Britneys früherer Partner Justin Timberlake verkaufte 2022 seine Werke für mehr als 100 Millionen Dollar. Stevie Nicks trennte sich bereits 2020 von achtzig Prozent ihres musikalischen Portfolios.
Familiäre Spannungen
Nach Jahren der Fremdbestimmung strebt die Sängerin wieder nach Selbständigkeit in privaten und beruflichen Belangen. Von 2008 bis 2021 stand sie unter der Vormundschaft ihres Vaters, der während dieser Periode die Kontrolle über ihr Vermögen und persönliche Entscheidungen innehatte.
Erst kürzlich äußerte sie auf Instagram ihren Unmut gegenüber ihrer Familie: „Als Menschen wollen wir nur verbunden sein und uns nie allein fühlen“, schrieb Spears. „Für diejenigen in eurer Familie, die meinten, euch helfen zu wollen, indem sie euch isolierten und unglaublich ausgeschlossen fühlen ließen … sie lagen falsch.“ Sie ergänzte: „Ich habe unglaubliches Glück, überhaupt noch am Leben zu sein, angesichts dessen, wie meine Familie mich behandelt hat, und jetzt habe ich Angst vor ihnen.“
Für 2026 hat sie ihre Rückkehr auf die Bühne angekündigt. Auftritte in den USA schließt sie aus. Stattdessen plant sie Konzerte in Großbritannien und Australien, bei denen auch ihr Sohn mitwirken soll.