Eine gefährliche Tierseuche breitet sich aus – und die Behörden reagieren mit einem sofortigen Einfuhrstopp.
Die Lebensmittel- und Veterinärbehörde hat ein befristetes Einfuhrverbot für Schafe und Ziegen aus Albanien erlassen, nachdem in der albanischen Region Dibra Fälle der sogenannten PPR-Krankheit nachgewiesen wurden. Die Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und ländliche Entwicklung und zielt darauf ab, den heimischen Viehbestand zu schützen und eine grenzüberschreitende Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.
Verschärfte Grenzkontrollen
Das Verbot erstreckt sich auf das gesamte albanische Staatsgebiet und bleibt so lange aufrecht, wie es die epidemiologische Lage erfordert. Parallel dazu werden die Kontrollen an sämtlichen Grenzübergängen sowie in den grenznahen Gebieten zu Albanien intensiviert. Die Gemeinden entlang der Grenze wurden angewiesen, den Viehverkehr durch gezielte Maßnahmen deutlich einzuschränken.
Landwirte und Tierhalter sind dazu aufgerufen, ihre Herden konsequent von anderen Tieren fernzuhalten, die Situation aufmerksam zu beobachten und bei verdächtigen Krankheitszeichen umgehend die zuständigen Veterinärdienste zu kontaktieren. Bei der Peste des kleinen Wiederkäuers (PPR) handelt es sich um eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die ausschließlich Schafe und Ziegen befällt und zu erheblichen Verlusten im Tierbestand führen kann.
Kein Risiko für Menschen
Die Behörden stellen klar, dass die Erkrankung für Menschen keinerlei Gesundheitsrisiko darstellt.
Die zuständigen Institutionen appellieren eindringlich an alle Beteiligten, die geltenden Vorschriften vollständig einzuhalten, um eine weitere Verbreitung der Krankheit wirksam zu unterbinden.