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Missbrauchsprozess

Altenpfleger bot seine 15-Jährige Tochter auf Online-Plattform an

Altenpfleger bot seine 15-Jährige Tochter auf Online-Plattform an
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Vater auf der Anklagebank – der Fall, der jetzt vor dem Landgericht Wuppertal verhandelt wird, erschüttert in seiner Dimension.

Seit Dienstag muss sich ein 50-jähriger Altenpfleger vor einem deutschen Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, seine minderjährige Tochter fremden Männern zur sexuellen Nutzung überlassen zu haben – ohne jegliche Gegenleistung. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, das Mädchen durch Drohungen, Alkohol und Ecstasy-Pillen unter Kontrolle gehalten zu haben.

Die zur Anklage gebrachten Vorfälle sollen sich im Zeitraum von Oktober 2018 bis April 2019 zugetragen haben. Den Männern gegenüber gab er seine Tochter als erwachsene Freundin aus. Einer von ihnen hegte jedoch Zweifel an ihrem tatsächlichen Alter und erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei – womit die Ermittlungen ihren Anfang nahmen.

Festnahme & Anklage

Im Dezember des Vorjahres wurde der Vater schließlich festgenommen, nachdem Ermittler ausgewertete E-Mails und Chatverläufe auf weitere beteiligte Männer hingewiesen hatten. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft war es dem Angeklagten darum gegangen, dem Missbrauch seiner Tochter durch Unbekannte beizuwohnen. Angeboten hatte er das Mädchen über eine öffentlich zugängliche Handelsplattform im Internet.

Zum Schutz des mutmaßlichen Opfers verfügte das Landgericht Wuppertal noch vor der Verlesung der Anklageschrift den Ausschluss der Öffentlichkeit. Laut Staatsanwaltschaft musste die damals 15-Jährige insgesamt zehn solcher Treffen mit Männern erdulden. Für das Verfahren, das als außergewöhnlich eingestuft wird, hat das Gericht bis zum 30. April sechs Verhandlungstage vorgesehen.