Ein O-Bus, ein Supermarkt, ein Toter – und jetzt verdichten sich die Hinweise auf die Ursache der Tragödie in Salzburg.
In Salzburg kam es zu einem schweren Unfall, als ein O-Bus ohne Vorwarnung in den Eingangsbereich einer Billa-Plus-Filiale fuhr. Ein 55-jähriger Mann kam dabei ums Leben – er wurde vermutlich vom Bus selbst oder von herabfallenden Gebäudeteilen erfasst. Mehrere weitere Personen erlitten Verletzungen.
Gebäude stabil
Das betroffene Gebäude, das im Eigentum des Raiffeisenverbandes steht, wurde seither von Statikern mehrfach begutachtet. Pressesprecher Sigi Kämmerer zufolge besteht keine Einsturzgefahr. „Das Gebäude ist derzeit uneingeschränkt nutzbar“, heißt es.
Die Büros im Obergeschoss des Supermarkts sind weiterhin über einen separaten Zugang erreichbar. „Der betroffene Eingang bleibt derweil gesperrt.“ In den nächsten Tagen soll geklärt werden, wie umfangreich die Reparaturarbeiten ausfallen und ab wann die Filiale wieder vollständig in Betrieb genommen werden kann.
Auch zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es bislang keine konkreten Angaben. „Das Gebäude kann aber auf jeden Fall wiederhergestellt werden“, heißt es.
Fahrer erlitt Schlaganfall
Nachdem ein medizinischer Notfall als wahrscheinliche Ursache gilt, liegen nun neue Erkenntnisse zum Gesundheitszustand des Fahrers vor. Wie aus der Christian-Doppler-Klinik Salzburg zu erfahren war, wird der Buslenker noch am Tag nach dem Unfall intensivmedizinisch behandelt, berichtet die „Heute“.
Allem Anschein nach erlitt der 59-Jährige am Steuer einen Schlaganfall, verlor dadurch die Kontrolle über den Bus und prallte in den Supermarkt. „Er ist nach einer Notoperation gestern in stabilem Zustand“, teilt die Pressestelle mit.