Wien verwandelt sich in eine rollende Bühne: Der ESC bringt nicht nur 500.000 Fans, sondern auch eine tanzende Straßenbahn in die Stadt.
Wenige Wochen vor dem Eurovision Song Contest in Wien zeichnet sich ein enormer Besucherandrang ab. Schätzungen zufolge könnten während der ESC-Woche bis zu 500.000 Fans die österreichische Hauptstadt bevölkern. Als zentraler Anlaufpunkt des Rahmenprogramms ist das Eurovision Village am Wiener Rathausplatz vorgesehen, das Konzerte, kulinarische Angebote, Public Viewing und Platz für zehntausende Besucher bieten soll.
Wiener Linien rüsten auf
Die Wiener Linien haben ihre Kapazitäten gezielt auf den erwarteten Großandrang ausgerichtet und das öffentliche Verkehrsangebot erheblich erweitert. Im Mittelpunkt steht dabei eine deutlich verdichtete Taktfolge im U-Bahn-Betrieb. Eine besondere Rolle kommt der U2 zu, die die wichtigsten Anlaufpunkte für ESC-Fans miteinander verbindet und in dieser Zeit zur meistgefragten Linie der Stadt avancieren dürfte.
Zu einem der ungewöhnlichsten Highlights des Rahmenprogramms soll die Party-Bim auf der Linie 49 werden – eine fahrende Bühne, die zwischen Wien-Volkstheater und Wien-Stadthalle pendelt. „Ganz Wien wird zur Bühne, besondere Highlights sind die WL x ESC Party-Bim auf der Linie 49 sowie Auftritte von U-Bahn-Stars im Öffi-Netz und am Event-Hotspot Karlsplatz“, heißt es seitens Wiener Linien.
Sperren und Umleitungen
Im Bereich rund um die Wien-Stadthalle, wo sämtliche Shows ausgetragen werden, sind bei Bedarf Verlängerungen der Straßenbahnlinien 6, 18 und 49 geplant. Das Großereignis bringt allerdings auch erhebliche Einschränkungen mit sich: Für mehrere Live-Veranstaltungen werden Abschnitte des Rings gesperrt, was Staus, Umleitungen und spürbare Behinderungen im Straßenverkehr nach sich ziehen könnte.