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Bootsunfall

Baby-Drama auf der Donau: Flusspolizei rettet 4-Monate-altes Kind

Baby-Drama auf der Donau: Flusspolizei rettet 4-Monate-altes Kind
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Ein treibendes Boot, ein ausgefallener Motor – und ein vier Monate altes Baby an Bord. Die Flusspolizei Belgrad musste schnell handeln.

Ein führerloses Boot auf der Save, ein Ehepaar ohne Kontrolle über das Fahrzeug – und mittendrin ein vier Monate altes Baby. Was wie der Anfang einer Katastrophe klingt, endete glimpflich: Eine Patrouille der Belgrader Flusspolizei griff rechtzeitig ein und rettete die Familie, bevor die Situation eskalieren konnte.

Der Motorausfall hatte das Boot der Familie mitten auf dem Fluss außer Gefecht gesetzt. Die Besatzung war dem Fahrzeug hilflos ausgeliefert, eine Eigenreparatur scheiterte – das Boot trieb unkontrolliert auf der Save. Erst das rasche Eingreifen der Flusspolizei verhinderte Schlimmeres.

Kapitäns Warnung

Kapitän Vladica Zdravkovic, Experte für Flussschifffahrt, schilderte den Vorfall gegenüber dem Portal „Blic“ und machte dabei keinen Hehl aus seiner Betroffenheit: „Mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich daran denke, dass ein vier Monate altes Kind in diesem Boot war.“ Er forderte, den Fall nicht auf sich beruhen zu lassen: „Ich würde als Mensch auf jeden Fall das Zentrum für Sozialarbeit einschalten und mit diesen Eltern ein ernstes Gespräch führen. Man kann nicht so unverantwortlich handeln, nachts oder in der Dämmerung auf den Fluss fahren und ein Kind solchen Risiken aussetzen.“

Dass ein Motorausfall auf dem Wasser lebensbedrohlich werden kann, liegt laut Zdravkovic nicht nur an menschlichem Versagen. Die Ursachen seien vielfältig: technische Defekte, schlechter Treibstoff, ein Propeller, der auf ein Hindernis trifft, oder Probleme mit der Strom- und Kraftstoffzufuhr. Umso wichtiger sei eine regelmäßige Wartung – denn wer sein Boot nicht pflegt, spiele mit dem Leben. Grundsätzlich gelte: Der Motor muss während der Fahrt laufen. Nur wenn das Boot sicher verankert oder festgemacht ist, darf er abgestellt werden.

Regeln für den Ernstfall

Für den Ernstfall hat der Kapitän klare Empfehlungen: Ruhe bewahren, sofort die Fahrrinne verlassen, um nicht mit größeren Schiffen zu kollidieren, und umgehend die Polizei oder zuständige Behörden alarmieren. Wer ein Ruder oder einen Anker an Bord hat, sollte versuchen, damit sicher ans Ufer zu gelangen. Ohnehin schreibt das Gesetz eine Mindestausstattung für jedes Boot vor: Anker, Seil, Ruder, Erste-Hilfe-Set, Feuerlöscher und Schwimmwesten. Letztere hätten bei Flussunfällen bereits mehrfach Leben gerettet, betonte Zdravkovic.

Besondere Vorsicht mahnte er auch bei nächtlichen Fahrten an. Eingeschränkte Sicht und mangelnde Erfahrung am Steuer bildeten eine gefährliche Kombination – ein Risiko, das viele Freizeitkapitäne offenbar unterschätzten.

Der Vorfall auf der Save bei Belgrad kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Mit dem Beginn der warmen Saison steigt die Zahl der Boote auf den Flüssen sprunghaft an – und damit auch das Gefahrenpotenzial.

Wie viele der Freizeitkapitäne ihre Fahrzeuge tatsächlich regelmäßig warten lassen, bleibt offen.

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KO KOSMO-Redaktion
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