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Skandal

Andrew und die Frauen: Neue Vorwürfe zeichnen ein verstörendes Bild

Andrew und die Frauen: Neue Vorwürfe zeichnen ein verstörendes Bild
Foto: epa/NEIL HALL
3 Min. Lesezeit |

Neue Vorwürfe, laufende Ermittlungen, verlorene Titel – für Andrew Mountbatten-Windsor reißt die Kette der Enthüllungen nicht ab.

Andrew Mountbatten-Windsor, der frühere Prinz Andrew, sieht sich erneut mit schwerwiegenden Anschuldigungen konfrontiert. Der britische Autor Andrew Lownie erhebt in seinem Werk „Entitled: The Rise and Fall of the House of York“ brisante Vorwürfe: Andrew soll über Jahre hinweg Frauen mit vulgären Kommentaren und übergriffigem Verhalten belästigt haben. Als Beispiel führt Lownie gegenüber US-amerikanischen Medien folgende Aussage Andrews an: „Wie fühlt es sich an, den königlichen Sch**** an deinem Oberschenkel zu spüren?“

Ein weiterer Vorfall soll sich an Bord eines Flugzeugs zugetragen haben. Lownie beschreibt, wie Andrew sich einer Flugbegleiterin gegenüber unangemessen verhielt: Er soll sich demonstrativ zu ihr umgedreht, sein Becken gegen sie gedrückt und dabei einen Golfschwung angedeutet haben. Der Autor spricht von „unzähligen Geschichten“ über Andrews Verhalten – ein Muster, das darauf hindeutet, dass er gezielt darauf aus war, Frauen in Verlegenheit zu bringen.

Epstein-Verstrickung

Parallel dazu berichten britische Medien von polizeilichen Ermittlungen wegen angeblich unangemessenen Verhaltens bei den Royal-Ascot-Pferderennen im Jahr 2002 – jenem Jahr, in dem Queen Elizabeth II. ihr goldenes Thronjubiläum feierte. Die Thames Valley Police bestätigte, dass entsprechende Untersuchungen laufen, nannte jedoch keine Einzelheiten zum Vorwurf. Ein Sprecher teilte lediglich mit, man verfolge „alle vernünftigen Ermittlungsansätze“.

Zusätzlich belastet Andrews jahrelange Freundschaft mit dem verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sein öffentliches Bild erheblich. Die von den USA freigegebenen Epstein-Files zeigen Andrew in kompromittierenden Zusammenhängen. Virginia Giuffre warf ihm sexuellen Missbrauch vor – ein Vorwurf, den Andrew außergerichtlich mit einer Millionenzahlung beigelegt haben soll. Giuffre bekräftigte ihre Anschuldigungen in einer Biografie, bevor sie sich das Leben nahm. Eine öffentliche Entschuldigung von Andrew erhielt sie nie.

Nach einem desaströsen Fernsehinterview im Jänner 2019, in dem Andrew mit weitgehend unglaubwürdigen Erklärungen auf die Vorwürfe reagierte, entzog ihm seine Mutter auf Anweisung seine militärischen Titel sowie sämtliche Schirmherrschaften. Ende 2024 zog König Charles die Konsequenzen: Andrew verlor seinen Prinzentitel, den York-Titel, alle Orden und sein königliches Anwesen in Windsor. Als Bürgerlicher Andrew Mountbatten-Windsor zog er sich seither auf einen kleinen Landsitz in Sandringham zurück.

Festnahme & Ermittlungen

Die Epstein-Files offenbarten, dass Andrew in ein Netzwerk fragwürdiger Kontakte eingebunden war. An seinem 66. Geburtstag wurde er von der Polizei festgenommen – nicht wegen Sexualdelikten, sondern wegen des Verdachts, Epstein interne Informationen weitergegeben zu haben. Seiner früheren Ehefrau Sarah Ferguson wird vorgeworfen, regelmäßig bei Epstein um finanzielle Unterstützung ersucht zu haben.

Während Andrew auf der Polizeiwache saß, durchsuchten Ermittler seine Wohnsitze. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren, und die Behörden haben einen Aufruf an mögliche Opfer gerichtet, sich zu melden.

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KO KOSMO-Redaktion
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