Trockene Böden, sinkende Pegel – Ungarn reagiert auf eine Lage, die sich über weite Teile des Landes erstreckt.
Wegen einer anhaltenden Dürre hat Ungarn den Wassernotstand ausgerufen. Umweltminister László Gajdos teilte in einem Facebook-Posting mit, dass der Dürreindex in 66 der insgesamt 84 ungarischen Wasserwirtschaftsbezirke die gesetzlich festgelegten Grenzwerte überschritten hat – und damit Notmaßnahmen zwingend erforderlich machte.
Ungarns Wassernotstand
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur MTI werden Fachleute der Wasserwirtschaftsdirektion in rund 74 Prozent des Landes nun gezielte Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen umsetzen, um die Folgen des Wassermangels einzudämmen.
Die Regierung hatte bereits Anfang Mai 2024 ein operatives Korps eingerichtet und 4,7 Milliarden Forint für Sofortmaßnahmen bereitgestellt. Dazu gehören das Ausbaggern und die Kapazitätserweiterung von Bewässerungskanälen sowie die Reparatur von Pumpen und Durchlässen.
Besonders die Landwirtschaft ist von der Dürre betroffen. Die ungarische Regierung hat Wassergebühren für Bewässerungswasser in Höhe von rund 10 Milliarden Forint für die Landwirte übernommen. Zudem wurden 176 Milliarden Forint in den Ausbau der Bewässerungsinfrastruktur investiert, wodurch die bewässerte Fläche von etwa 85.000 auf 150.000 Hektar vergrößert wurde.