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Finanzrevolution

Musk macht X zur digitalen Geldbörse – Zinsen inklusive

Musk macht X zur digitalen Geldbörse – Zinsen inklusive
Foto: epa/GIAN EHRENZELLER
2 Min. Lesezeit |

Elon Musk macht X zur digitalen Geldbörse – und verfolgt damit ein Ziel, das weit über soziale Medien hinausgeht.

Mit X Money setzt Elon Musk einen Plan in die Tat um, den er bereits kurz nach der Übernahme von Twitter angekündigt hatte. Der neue Finanzdienst geht nach einer mehrmonatigen Testphase zunächst in den USA an den Start, wie das Online-Fachmagazin „Retail-News“ berichtet. Zum Auftakt erhalten Abonnenten von X Premium und X Premium Plus Zugang zu den neuen Funktionen.

X Moneys Kernfunktionen

Kernstück des Angebots ist eine digitale Geldbörse, über die Nutzer Geld empfangen, verwahren und versenden können. Ergänzt wird sie durch eine Visa-Debitkarte, Überweisungsmöglichkeiten, Bargeldabhebungen sowie ein verzinstes Guthabenkonto. Berechtigte Nutzer können ihr Guthaben dabei mit bis zu sechs Prozent jährlich verzinsen lassen. Laut dem offiziellen X-Money-Account sind Geldtransfers zwischen Nutzern der Plattform zudem ohne Gebühren in Echtzeit möglich.

Für die technische Realisierung kooperiert X mit Visa und der Cross River Bank. Während Visa die Zahlungsinfrastruktur stellt, übernimmt die Bank die Kontoverwaltung. Eine eigene Banklizenz ist für das Unternehmen dadurch vorerst nicht erforderlich. Für Nutzer außerhalb der USA bleibt X Money zunächst nicht verfügbar – wann der Dienst nach Europa kommt, ist noch offen.

Aus dem früheren Kurznachrichtendienst soll sukzessive eine Super-App entstehen, die Kommunikation, Bezahlung und weitere digitale Dienste auf einer einzigen Plattform vereint. Als Vorbild dienen laut „Retail-News“ Anwendungen wie WeChat (chinesische Multifunktions-App), die eine Vielzahl von Funktionen unter einem Dach bündeln.

Sicherheit & Datenschutz

Solche Super-Apps stehen jedoch vor der Herausforderung, Vertrauen und Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Die Zusammenführung großer Mengen persönlicher und finanzieller Daten birgt erhebliche Sicherheitsrisiken, wie das Fachportal „GIT Security“ festhält. Transparente Rahmenbedingungen, hohe Datenschutzstandards und eine verlässliche digitale Identität gelten dabei als zentrale Voraussetzungen.

Künstliche Intelligenz kann in diesem Zusammenhang dazu beitragen, betrügerische Aktivitäten zu erkennen und Auffälligkeiten frühzeitig zu identifizieren.

Europäische Beispiele belegen, dass umfassende digitale Plattformen auch unter strengen Sicherheitsanforderungen erfolgreich betrieben werden können.

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KO KOSMO-Redaktion
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