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Drogenskandal

Pilot schmuggelt 70.000 Ecstasypillen – jetzt droht ihm die Todesstrafe

Pilot schmuggelt 70.000 Ecstasypillen – jetzt droht ihm die Todesstrafe
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Pilot landet, ein Koffer wird geöffnet – und dahinter steckt offenbar weit mehr als ein Gepäckstück.

Ein 39-jähriger Pilot von Malaysia Airlines steht im Verdacht, rund 26 Kilogramm Drogen nach Jakarta eingeschmuggelt zu haben. Indonesische Zollbeamte griffen ihn am Flughafen Soekarno-Hatta auf – in seinem Gepäck stießen Ermittler auf 70.114 Ecstasy-Pillen sowie eine geringe Menge Methamphetamin. Besonders schwer wiegt ein weiterer Umstand: Der Mann mit den Initialen MSO hatte unmittelbar zuvor den Malaysia-Airlines-Flug MH727 von Kuala Lumpur nach Jakarta gesteuert. Nach der Landung fiel ein Drogentest positiv aus – auf mehrere Substanzen, darunter Ecstasy, Methamphetamin und Kokain.

Verhaftung am Crew-Ausgang

Aufnahmen der Überwachungskameras der indonesischen Zollbehörde zeigen den Piloten in Uniform, wie er einen silbernen Hartschalenkoffer vom Gepäckband holt und zusätzlich einen schwarzen Koffer hinter sich herzieht – Richtung Crew-Ausgang. Doch die Kontrolle schlägt an. Beamte bringen ihn in einen Prüfbereich, öffnen den Koffer und entdecken unter Kleidungsstücken braune Pakete. Ihr Inhalt: laut Zoll mehr als 70.000 Ecstasy-Pillen.

Die Spur der Ermittlungen führt zurück nach Malaysia. Den Behörden zufolge stammen die Drogen aus einer Wohnung im Kuala-Lumpur-Vorort Ampang. Datuk Hussein Omar Khan, Leiter des Bukit Aman Narcotics Crime Investigation Department, erklärte, die Polizei habe zudem eine Telefonnummer identifiziert, die mit der Übergabe in Zusammenhang stehen soll. Auch der Weg des Koffers gibt Rätsel auf: Laut einem Bericht der „New Straits Times“ soll der Pilot am Morgen des 28. Jänner am Flughafen Kuala Lumpur eingetroffen sein, sein Gepäck aufgegeben und zunächst einen Flug nach Kota Kinabalu angetreten haben – bevor er nach Kuala Lumpur zurückkehrte und schließlich weiter nach Jakarta flog.

Drohende Todesstrafe

Für den Transport soll der Pilot 50.000 malaysische Ringgit kassiert haben, was rund 10.000 Euro entspricht. Der Straßenwert der sichergestellten Drogen wird mit etwa 13,5 Millionen Ringgit – umgerechnet 2,86 Millionen Euro – angegeben. Malaysia Airlines teilte mit, man nehme die Vorwürfe ernst, toleriere keinerlei Fehlverhalten und arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen. Die Ermittler gehen davon aus, dass MSO Teil eines internationalen Drogenschmuggelrings ist. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm in Indonesien lebenslange Haft oder die Todesstrafe, die per Erschießungskommando vollstreckt wird – wobei seit 2016 trotz verhängter Todesurteile offiziell keine Hinrichtungen mehr vollzogen wurden.

Im Zuge der Untersuchungen stießen die Ermittler noch auf ein weiteres, ungewöhnliches Detail: ein Fläschchen mit Urin. Den Behörden zufolge könnte es dazu gedient haben, einen Drogentest heimlich zu manipulieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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