Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Sicherheitsgipfel

Geldwäsche: 450 Geschmuggelte, ein Netzwerk – Österreich schlägt zurück

Geldwäsche: 450 Geschmuggelte, ein Netzwerk – Österreich schlägt zurück
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Wien wird zum Schauplatz eines hochkarätigen Gipfeltreffens – im Kampf gegen Geldwäsche, Schlepper und Kulturgutdiebe.

Anfang Oktober 2026 ist Wien Treffpunkt für Fachleute aus Behörden, Strafverfolgung und Privatwirtschaft: Am 1. und 2. Oktober findet in der Wirtschaftskammer Österreich die 10. Geldwäschetagung statt, die sich als zentrales Forum für den Austausch über aktuelle Herausforderungen der Geldwäschebekämpfung etabliert hat. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Akteuren sowie Fragen der Terrorismusfinanzierung.

Grenzüberschreitende Netzwerke

Ein konkretes Beispiel für die Dimension grenzüberschreitender Schlepperkriminalität verdeutlicht, warum solche Plattformen an Bedeutung gewinnen: Ein kriminelles Netzwerk, das von Standorten in Österreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich aus operierte, schleuste mehr als 450 Personen ohne regulären Aufenthaltsstatus auf das britische Staatsgebiet – der Großteil davon über die irische Route.

Der Fall zeigt exemplarisch, vor welchen Herausforderungen Sicherheitsbehörden stehen, wenn organisierte Kriminalität Ländergrenzen systematisch als Schutzschild nutzt. Das Bundeskriminalamt setzt in diesem Zusammenhang auf enge internationale Kooperationen, um derartige Netzwerke gezielt zu zerschlagen.

Österreich bringt dabei nicht nur institutionelles Engagement, sondern auch technologische Innovation in die Bekämpfung von Schlepperkriminalität ein. Das Bundeskriminalamt entwickelte gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology die BioCapture-Technologie – eine Lösung, die polizeiliche Abläufe effizienter und einfacher gestalten soll und dafür mit dem eAward 2026 ausgezeichnet wurde.

Kulturgüterschutz

Neben Menschenhandel und illegaler Migration bleibt auch der Schutz von Kulturgütern ein Thema, das in den internationalen Diskussionen nicht zu kurz kommen darf. Gemälde, antike Uhren oder sakrale Objekte – der illegale Handel mit Kulturgütern ist ein weiterer Bereich, in dem wirksame Strafverfolgung gefragt ist, um unwiederbringliche kulturelle Verluste zu verhindern.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen