Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Terrorwarnung

Jahrestag des Massakers: Israel warnt vor weltweiten Anschlägen morgen

Jahrestag des Massakers: Israel warnt vor weltweiten Anschlägen morgen
Foto: EPA/ATEF SAFADI
2 Min. Lesezeit |

Zwei Jahre nach dem Massaker steigt die Anspannung: Israel warnt vor konkreten Anschlagsplänen – auch jüdische Gemeinden in Europa sind betroffen.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat die Streitkräfte des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Hintergrund sind Geheimdienstinformationen, die auf konkret geplante Angriffe der Hamas rund um den Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober hindeuten. Der Nationale Sicherheitsrat richtete zugleich eine eindringliche Warnung an Juden und Israelis weltweit: Reisen nach Jordanien, Katar und Ägypten sollten vermieden, der Aufenthalt in größeren Menschenansammlungen unterlassen werden.

„Terrororganisationen, angeführt durch den Iran und seine Stellvertreter, die Hamas und globale jihadistische Elemente, sehen das Datum als bedeutenden Meilenstein.“

Jahrestag des Massakers

Am 7. Oktober 2023 drangen Hamas-Kämpfer in israelisches Territorium ein und töteten 1.221 Menschen. 251 weitere wurden in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit einem umfassenden Militäreinsatz in Gaza, bei dem nach Angaben der Hamas mehr als 74.200 Menschen ums Leben kamen. Auch nach einem zwischenzeitlichen Waffenstillstand im Oktober des Vorjahres rissen die Angriffe nicht vollständig ab.

Jüdische Gemeinden in zahlreichen Ländern wurden über die aktuelle Bedrohungslage informiert – darunter auch jene in Österreich. Israels Botschafter in Wien, David Roet, nahm an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Terrorangriffs teil und verwies dabei auf den deutlichen Anstieg antisemitischer Vorfälle in Österreich seit dem Massaker.

Warnung an Reisende

„Wir werden die Erinnerung an die Ermordeten und Gefallenen bewahren und entschlossen bleiben, unsere Bevölkerung zu schützen“, sagte Roet. Und weiter: „Ein jüdisches Kind in Wien soll sicher aufwachsen und stolz auf seine Identität sein können.“

Der Nationale Sicherheitsrat appellierte darüber hinaus an alle Reisenden, ihre Pläne nicht öffentlich zu kommunizieren und sich von größeren Veranstaltungen fernzuhalten. Im Vordergrund steht der Schutz israelischer und jüdischer Staatsbürger vor möglichen Anschlägen im Umfeld des Jahrestages.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen