Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Flitterwochen-Drama

Nilpferd zieht Mann unter Wasser: Seine Frau rettet ihn mit bloßen Fäusten

Nilpferd zieht Mann unter Wasser: Seine Frau rettet ihn mit bloßen Fäusten
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Flitterwochen im Okavango-Delta wurden für Sam und Anna McKee zum Albtraum: Ein Nilpferd zog Sam unter Wasser – seine Frau kämpfte um sein Leben.

Was als romantische Reise begann, verwandelte sich für Sam und Anna McKee aus dem US-Bundesstaat Washington in einen Überlebenskampf. Während ihrer Flitterwochen im September 2025 wurden die beiden bei einer Safari im Okavango-Delta in Botsuana von einem Nilpferd angegriffen. Rund ein Jahr später sprechen sie nun ausführlich über das dramatische Erlebnis.

Während einer Fahrt mit einem traditionellen Einbaum, einem sogenannten Mokoro, drifteten Sam, Anna und ihr Guide von der übrigen Gruppe ab. Zuvor hatten die Guides vor einer Nilpferdmutter mit Jungtieren in einem tieferen Bereich gewarnt. Plötzlich griff ein Nilpferd das Boot an, packte Sam mit seinem Maul am Oberkörper und drückte ihn unter Wasser.

Anna wurde ebenfalls ins Wasser geschleudert. Als sie wieder auftauchte, sah sie ihren Mann im Maul des Tieres. Später schilderte sie den Moment so: „Ich entschied mich zu kämpfen.“ Ihre Gedanken seien völlig durcheinander gewesen: Ihr Mann könne sterben.

Annas Gegenwehr

Anna entschied sich zu kämpfen. Sie lief auf das Nilpferd zu und schlug mit der Faust auf das Tier ein. Schließlich ließ das Nilpferd von Sam ab und wich zurück. Anna konnte ihrem schwer verletzten Mann anschließend helfen, das Ufer zu erreichen.

Doch die Tortur war damit nicht beendet. Sam musste mehr als 13 Stunden ohne Schmerzmittel ausharren. Erst am nächsten Morgen konnte er mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden. Rund 18 Stunden nach dem Angriff erreichte er schließlich ein Krankenhaus in Südafrika, wo er notoperiert wurde.

Als Anna das volle Ausmaß seiner Verletzungen erkannte, fürchtete sie erneut um das Leben ihres Mannes. „Da dachte ich zum zweiten Mal, dass Sam sterben würde“, erinnerte sie sich später.

Rückblick mit Dankbarkeit

Sam musste sich einer Notoperation am Bauch unterziehen und erhielt unter anderem 20 Klammern zur Versorgung der Operationswunde. Trotz seiner schweren Verletzungen überlebte er. Rund ein Jahr später berichtet er noch von einzelnen Schmerzen, hat sich aber weitgehend erholt.

Sam und Anna haben inzwischen ein Buch über den Angriff, seine Folgen und ihre gemeinsame Geschichte geschrieben und arbeiten an der Veröffentlichung. Rückblickend überwiegt für Anna trotz des Erlebten die Dankbarkeit: Sam sei ihr bester Freund und sie sei vor allem froh, dass ihnen weitere gemeinsame Zeit geblieben sei.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen