82 Millionen Euro, 1,6 Kilometer, fünf Jahre Baustelle – Linz steht vor einer der größten Verkehrsbelastungen der jüngeren Stadtgeschichte.
Für tausende Pendler in Linz beginnt ab Freitag, dem 15. Mai, eine jahrelange Geduldsprobe: Die ASFINAG startet an diesem Tag mit der Generalsanierung der A7 Mühlkreisautobahn auf dem Abschnitt zwischen der Einhausung Niedernhart und der Anschlussstelle Voest. Der betroffene Streckenabschnitt der Linzer Stadtautobahn umfasst 1,6 Kilometer.
Nach mehr als fünf Jahrzehnten im Dauerbetrieb hat die Strecke laut ASFINAG das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht. Im Zuge der Sanierung werden die Fahrbahn sowie mehrere Brückenbauwerke vollständig erneuert. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 82 Millionen Euro.
Neben einer moderneren und sichereren Infrastruktur soll auch eine neue Gewässerschutzanlage entstehen, die eine verbesserte Reinigung von Straßenabwässern ermöglicht. Die Fertigstellung des Großprojekts ist für Mitte 2030 vorgesehen.
Sperren & Umleitungen
Für den Straßenverkehr bedeutet die Baustelle über Jahre hinweg spürbare Einschränkungen. Grundsätzlich sollen laut ASFINAG weiterhin zwei Fahrspuren je Richtung befahrbar bleiben, allerdings sind wiederholt Sperren bei einzelnen Zu- und Abfahrten geplant. Den Anfang macht die Ausfahrt Richtung A1 Wien–Salzburg an der Anschlussstelle Voest: Sie wird von 22. Mai bis 7. Juni gesperrt, wobei Linienbusse und Einsatzfahrzeuge weiterhin passieren dürfen.
Ab 3. Juni folgt die nächste weitreichende Maßnahme: Die Abfahrt Wienerstraße in Richtung Linzer Stadtzentrum bleibt bis Anfang Oktober 2026 geschlossen. Gleichzeitig wird die Auffahrt Wankmüllerhofstraße in Richtung Freistadt gesperrt. Der Ausweichverkehr wird über die Wankmüllerhofstraße, die Wolfgang-Pauli-Straße sowie die Wienerstraße umgeleitet.
Vor allem in den Nachtstunden und an Wochenenden ist darüber hinaus mit kurzfristigen, zusätzlichen Sperren zu rechnen. Die ASFINAG weist bereits im Vorfeld auf mögliche Verzögerungen im Linzer Stadtgebiet hin.
Aktuelle Informationen zur Verkehrslage sowie zu laufenden Sperren sollen online abrufbar sein.