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Ab 2026: Dieses Balkanland bekommt den Euro

Ab 2026: Dieses Balkanland bekommt den Euro
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2 Min. Lesezeit |

Bulgarien steht vor einem historischen Schritt: Die EU-Kommission gibt grünes Licht für den Euro-Beitritt 2026 und bescheinigt dem Land wirtschaftliche Reife.

Die Europäische Kommission hat Bulgarien grünes Licht für den Euro-Beitritt im kommenden Jahr gegeben. Nach eingehender Prüfung bestätigte die Brüsseler Behörde am Mittwoch, dass das südosteuropäische Land alle Voraussetzungen erfüllt, um ab 1. Jänner 2026 die Gemeinschaftswährung einzuführen. Die EU-Kommission bezeichnete diese Entscheidung als bedeutenden Entwicklungsschritt, der Bulgarien zum 21. Mitgliedstaat des Währungsraums machen würde.

Für den Beitritt zur Eurozone müssen EU-Länder nachweislich vier wirtschaftliche Kriterien erfüllen, die Inflationsrate, Staatsfinanzen, Wechselkursstabilität und langfristige Zinssätze betreffen. Der aktuelle Konvergenzbericht attestiert Bulgarien die Einhaltung all dieser Vorgaben. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte die symbolische Bedeutung der Gemeinschaftswährung: „Der Euro verkörpert Europas Einheit und Stärke in greifbarer Form.“ Bulgarien ist diesem Ziel heute deutlich näher gekommen.

Die Wirtschaft des Landes werde durch die Währungsumstellung gestärkt, so von der Leyen. Als Konsequenz dieser positiven Bewertung hat die Kommission bereits entsprechende Rechtsakte für die Euro-Einführung in Bulgarien ab 2026 vorgelegt. Obwohl formal der EU-Rat die endgültige Entscheidung trifft, gilt die Zustimmung als reine Formalität.

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Wirtschaftliche Perspektiven

Mit rund 6,4 Millionen Einwohnern würde Bulgarien die Zahl der Euro-Länder auf 21 erhöhen. Wirtschaftlich liegt das Land mit einem Pro-Kopf-BIP von 24.200 Euro noch deutlich unter dem EU-Durchschnittswert von 37.600 Euro. Bulgarien steuert etwa 0,6 Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung der EU bei.

Seit seinem EU-Beitritt 2007 verfolgt das Land konsequent das Ziel, seine Währung Lew durch den Euro zu ersetzen. Bereits jetzt besteht eine feste Wechselkursbindung zwischen beiden Währungen. Wirtschaftsexperten erwarten durch die Euro-Einführung verstärkte Auslandsinvestitionen in Bulgarien.

Gespaltene Meinungen

Zudem könnte ein verbessertes Kreditrating die Finanzierungskosten für Staatsanleihen senken. In der bulgarischen Bevölkerung ist die Haltung zur Gemeinschaftswährung jedoch gespalten. Viele Bürger befürchten Preisanstiege nach der Währungsumstellung – eine Sorge, die durch Erfahrungen aus Kroatien genährt wird, wo nach der Euro-Einführung 2023 tatsächlich Preissteigerungen zu verzeichnen waren.

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KO KOSMO-Redaktion
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