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Strategiewechsel

Ab 24. August: Werbung kommt jetzt zu ChatGPT nach Österreich

Ab 24. August: Werbung kommt jetzt zu ChatGPT nach Österreich
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

ChatGPT öffnet sich dem Werbemarkt – und trifft damit Milliarden Nutzer direkt im Gespräch.

Zu Beginn des Jänners 2026 vollzog OpenAI einen grundlegenden Kurswechsel in seiner Geschäftsstrategie: Das KI-Unternehmen öffnet seinen Chatbot ChatGPT für den Werbemarkt und bringt dieses Modell nun auch nach Europa. Ab dem 24. August werden in 31 Ländern des Kontinents – darunter Österreich, Deutschland und die Schweiz – Werbeeinblendungen freigeschaltet.

Gegenüber Unternehmen wirbt OpenAI mit einem dialogorientierten Werbeumfeld; nach eigenen Angaben weisen bereits 20 Prozent der geführten Gespräche eine klar erkennbare kommerzielle Absicht auf. Als Kooperationspartner zum Marktstart hat OpenAI namhafte Agenturnetzwerke gewonnen, darunter Publicis, WPP, Omnicom und Havas.

Strikte Trennung

Damit das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer nicht Schaden nimmt, setzt OpenAI auf eine strikte visuelle Trennung zwischen Werbung und Chatinhalten. Dave Dugan, der für das Werbegeschäft zuständige Manager bei OpenAI, erläutert das Prinzip: „Die Antwort von ChatGPT ist klar von den Anzeigen getrennt und deutlich abgegrenzt. Unterhalb der eigentlichen Antwort befindet sich eine graue Linie und unterhalb dieser Linie kann sich eine Anzeige befinden.“

Werbetreibende erhalten keinen Einblick in Gesprächsverläufe. Dugan unterstreicht: „Bei den Werbeeinblendungen gilt grundsätzlich der Schutz der Privatsphäre. Wir geben keinerlei Informationen aus Unterhaltungen an Werbetreibende weiter. Dies ist für uns äußerst wichtig – auch, weil manche Nutzer ChatGPT sehr persönliche Dinge anvertrauen.“

Abo-Modelle

Wer auf Werbeeinblendungen verzichten möchte, kann auf ein kostenpflichtiges Abonnement umsteigen. Das Plus-Abo ist für knapp 23 Euro im Monat erhältlich, der Pro-Tarif schlägt mit 229 Euro zu Buche. Das günstigere Einsteigermodell ChatGPT Go für sieben Euro monatlich bleibt hingegen werbepflichtig.

Schätzungen zufolge nutzen nach wie vor 90 bis 95 Prozent der mehr als einer Milliarde monatlichen Nutzerinnen und Nutzer die kostenlose Version – genau diese Gruppe soll künftig zur Umsatzgenerierung beitragen.

Der Schritt markiert einen deutlichen Wandel in der Unternehmensausrichtung: Noch vor wenigen Jahren hatte Firmenchef Sam Altman Werbung als Finanzierungsmodell kategorisch abgelehnt.

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KO KOSMO-Redaktion
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