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Servicekürzung

Ab September kostet auf diesen Flügen selbst Wasser extra

Ab September kostet auf diesen Flügen selbst Wasser extra
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Condor testet, streicht und strukturiert um – auf besonders kurzen City-Flügen kostet künftig selbst das Wasser extra.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor zählt vor allem unter Urlaubsreisenden zu den gefragten Anbietern. Hintergrund dieser Entwicklung ist die Kündigung eines jahrzehntelangen Zubringervertrags durch die Lufthansa im Vorjahr, auf die Condor reagieren musste.

Der Übergang verlief nicht reibungslos – vor allem der tägliche Betrieb stellte das Unternehmen vor Herausforderungen. Wie das Fachportal aeroTELEGRAPH berichtet, sollen Mitarbeiter folgendes Schreiben erhalten haben: „Insbesondere die sehr kurzen City Strecken sind für den Inflight Service aufgrund der sehr limitierten Flugzeit herausfordernd.“ Als Konsequenz daraus entwickelte Condor ein überarbeitetes Servicekonzept für den Kurz- und Mittelstreckenbereich. Die Fluggesellschaft formuliert das Ziel, den Betrieb „einfacher, klarer und zukunftsfähig“ zu gestalten.

Testphase Kurzstrecken

Im Februar und März dieses Jahres erprobte Condor das neue Konzept auf ausgewählten besonders kurzen Verbindungen. Zu den Teststrecken gehörten unter anderem Frankfurt–Berlin sowie Frankfurt–Zürich, beides Flüge mit einer Gesamtdauer von jeweils rund einer Stunde und einer reinen Flugzeit von etwa dreißig Minuten. In der Economy Class wurden dabei drei unterschiedliche Szenarien getestet: Im ersten Modell wurde Wasser ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch der Passagiere ausgegeben. Im zweiten ging ein Crewmitglied mit einer Wasserflasche durch die Kabine und schenkte bei Bedarf ein. Das dritte Modell sah den kostenpflichtigen Verkauf von Getränken vor.

Die Auswertung der Testphase lieferte eindeutige Erkenntnisse. Das Unternehmen hält fest, „dass Wasser nur auf Nachfrage zu einem Dominoeffekt führen kann, sobald mehrere Gäste nacheinander bestellen“. Gerade auf kurzen Strecken bestehe dadurch das Risiko, dass einzelne Passagiere unversorgt bleiben. Auch das Ausschenken aus einer großen Flasche erwies sich als problematisch: Condor schreibt, dass es zwar „umsetzbar sei, wurde operativ jedoch als weniger effizient und weniger professionell wahrgenommen“.

Neues Servicekonzept

Ein eingeschränktes Buy-on-Board-Angebot hingegen lasse sich „dagegen gut in den Ablauf integrieren“. Darüber hinaus werde das Angebot „von Gästen und Crews insgesamt positiv bewertet“. Besonders Kaffee und Wasser seien stark nachgefragt worden.

Eine Unternehmenssprecherin erläutert: „Die Tests dienten dazu, die verschiedenen Varianten unter realen Bedingungen zu bewerten und die für die kurze verfügbare Servicezeit passende Lösung zu identifizieren.“ Das daraus abgeleitete Konzept soll mit 1. September in Kraft treten. Die Sprecherin erklärt: „Am besten bewährt hat sich ein auf Getränke konzentriertes Angebot, das von Gästen und Crews positiv bewertet wurde.“ Sie ergänzt: „Zum Start umfasst das Sortiment Wasser, Kaffee und Tee.“ Die Auswahl soll künftig anhand der tatsächlichen Nachfrage laufend angepasst werden. Damit entfällt auf den besonders kurzen City-Verbindungen in der Economy Class das bislang kostenlos angebotene Wasser.

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KO KOSMO-Redaktion
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