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Streik

Ab Sonntag streiken nun auch die Brauereien

(FOTO: iStock/ bier)

Nach fünf gescheiterten Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag und den ersten Warnstreiks in der Brauindustrie rufen die Gewerkschaften ab morgen Abend zum ersten 24-Stunden-Streik auf. 

Nur durch ein „gutes Angebot“ könne der Streik verhindert werden, so die Arbeitnehmervertreter. „Das Letztangebot der Arbeitgeber lag bei sieben Prozent. Das ist lediglich 0,1 Prozent über der rollierenden Inflation und daher für uns nicht akzeptabel“, sagten die Verhandlungsführer der Gewerkschaften PRO-GE und GPA, Bianca Reiter und Bernhard Hirnschrodt.

Die Gewerkschaften seien weiterhin gesprächsbereit, wurde betont. „Wenn die Arbeitgeber an diesem Wochenende von ihrer starren Position abweichen und ein nachhaltiges Angebot präsentieren, kann der Streik vermieden werden.“ Zuletzt forderten sie eine elfprozentige Erhöhung. Eine Einigung ist auch nach der bereits fünften Verhandlungsrunde nicht abzusehen.

Die gestrigen KV-Verhandlungen blieben somit aus Sicht der Arbeitnehmer erfolglos. Bereits Ende November wurden mancherorts Warnstreiks abgehalten. Ingesamt gibt es in Österreichs Brauindustrie 3.500 Beschäftigte.