Ein grausamer Fund im Wald, ein Verdächtiger in Haft – und noch immer offene Fragen in einem Fall, der Deutschland erschüttert hat.
In einem Waldstück unweit der Autobahn A4 in Nordrhein-Westfalen haben Ermittler am Samstagvormittag den abgetrennten Kopf einer Frau entdeckt. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen dürfte es sich dabei um den Schädel einer 32-jährigen Eritreerin handeln. Eine eigens eingerichtete Mordkommission hat die Untersuchungen aufgenommen, um diese Zuordnung zu bestätigen.
Grausiger Fundserie
Bereits im vergangenen November waren an der A45 bei Olpe die Hände der Frau sichergestellt worden, wenig später tauchte der Rumpf in einem Waldgebiet im rheinland-pfälzischen Monreal auf. Der Fall hatte Ende 2025 bundesweit für Erschütterung gesorgt. Die Identifizierung der Hände gelang den Behörden über Fingerabdrücke – die Frau hatte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt. Ihr damals drei Monate altes Kind wurde unversehrt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms aufgefunden.
Verdächtiger in Haft
Der 41-jährige Lebensgefährte der Getöteten befindet sich seit zwei Monaten in Deutschland in Untersuchungshaft. Vorausgegangen war eine Auslieferung aus Äthiopien, für die Ermittler der Mordkommission gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft eigens nach Afrika gereist waren. Dem Mann wurde er wegen des Verdachts auf Totschlag einem Bonner Haftrichter vorgeführt, ohne sich dabei zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu äußern.
Ungeklärt ist bislang, an welchem Ort die Frau zu Tode kam – sie hatte ihre Bonner Unterkunft am 16. November 2025 verlassen und war seither nicht mehr gesehen worden.
Die Ermittlungen laufen derzeit in sämtliche Richtungen.