Österreich verzeichnet einen erheblichen Rückgang der Lehrlingszahlen im letzten Jahrzehnt und darüber hinaus und besonders betroffen sind der Tourismus und die Freizeitwirtschaft.

Hälfte der Ausbildungsplätze in Tourismusbranche verschwunden
Insbesondere in den Bereichen Tourismus, Hotellerie und Gastronomie zeigt sich eine alarmierende Entwicklung. Innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich die Zahl der Lehrlinge in diesen Sektoren halbiert. Dieses ernüchternde Bild zeichnete sich durch einen Bericht des Arbeitsministeriums ab, der Mitte vergangener Woche dem Parlament vorgelegt wurde.
Ausbildungsdefizite verschlimmern Fachkräftemangel
Diese besorgniserregenden Zahlen verdeutlichen, dass die Lehrlingsausbildung den Fachkräftemangel nicht mildern kann. Obwohl weniger junge Menschen in die Berufsausbildung eintreten, steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in zahlreichen Branchen weiter an.
Rückgang über alle Branchen hinweg erkennbar
Österreichweit ist die Anzahl der Lehrlinge von rund 130.000 im Jahr 2008 auf etwa 100.000 im letzten Jahr gesunken. Dieser Rückgang zeigt sich in fast allen Wirtschaftsbereichen und hat weitreichende Hintergründe.
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Komplexe Ursachen für sinkende Lehrlingszahlen
Der demografische Wandel spielt dabei eine bedeutende Rolle – weniger junge Menschen im erwerbsfähigen Alter treten in den Arbeitsmarkt ein. Weitere Einflussfaktoren umfassen die wirtschaftliche Entwicklung, regionale Unterschiede und die verstärkte Konkurrenz durch weiterführende Schulbildung, die eine Alternative zur Berufsausbildung bietet.