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Geruchsbelästigung

Algen-Alarm an der Adriaküste – Touristen flüchten

Algen-Alarm an der Adriaküste – Touristen flüchten
Symbolfoto. FOTO: iStock/Olga Gont
2 Min. Lesezeit |

Ein schleimiger Algenbefall sorgt derzeit an der norditalienischen Adriaküste für erhebliche Unannehmlichkeiten bei Touristen und Einbußen im Tourismussektor. Badegäste meiden aufgrund des unangenehmen Geruchs und der unästhetischen Erscheinung der Algen viele bekannte Urlaubsdestinationen wie Rimini, Riccione, Fano und Pesaro. Zahlreiche Urlauber haben ihren Aufenthalt vorzeitig beendet.

Schlechter Saisonstart in Fano

Die Saison in Fano nahe Pesaro startete ohnehin unter schlechten Wetterbedingungen, doch der Algenschleim verkompliziert die Lage weiter. „Viele Urlauber sind sofort abgereist, nachdem sie die Situation am Strand gesehen haben, obwohl sie dabei Anzahlungen in den Hotels verloren haben“, berichtet Luciano Cecchini vom Hotelierkonsortium „Fano Torrette Marotta“.

Verbreitung der Algen entlang der Adriaküste

Der Algenschleim, der besonders an den Küsten bei Venedig, Jesolo und im Süden bei Ancona auftritt, wird von Touristen als ekelerregend und übelriechend beschrieben. Er hat keine gesundheitlichen Auswirkungen, doch viele Besucher können den Geruch nicht ertragen und meiden die Strände. In Pesaro sind infolgedessen viele Strände menschenleer, obwohl die regionale Agentur für Umweltschutz (Arpam) bestätigt hat, dass die Wasserqualität entlang der Küste ausgezeichnet ist.

Swimmingpools als beliebte Alternative

In den Urlaubsorten Rimini und Riccione haben Touristen begonnen, auf Swimmingpools auszuweichen, um sich abseits der stinkenden Strände zu erfrischen. Hotels mit eigenen Schwimmanlagen erleben daher einen regelrechten Boom. Die Nachfrage nach Genehmigungen für Swimmingpools dürfte in den kommenden Jahren steigen, unter anderem wegen des prognostizierten Klimawandels.

Ursachenforschung und langfristige Folgen

Neueste Messungen verzeichnen im Mittelmeer Wassertemperaturen von bis zu 30 Grad Celsius – ein bisher ungewöhnliches Phänomen. Welche langfristigen Auswirkungen der Klimawandel auf dieses Gebiet haben wird, ist derzeit noch unklar. Biologen und Chemiker sind bemüht, durch Analysen des Meerwassers weitere Erkenntnisse zu gewinnen und die Veränderungen besser zu verstehen.

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Fischer in Not

Auch die Fischerei leidet unter dem Algenschleim. Der Fischerverband „Confcooperative Fedagripesca“ setzt sich für die Einsetzung einer Expertenkommission ein, die die Algenentwicklung überwacht und Unterstützungsmaßnahmen für Fischer ausarbeitet. Besonders kleinere Boote können wegen des Schleims oft nicht hinausfahren, da er die Propeller blockiert. Dies führt zu erheblichen Problemen bei der Reinigung der mechanischen Teile und könnte sogar Motorschäden durch verstopfte Filter verursachen. Fischer klagen zudem über beschädigte Netze aufgrund des Algenbefalls.

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KO KOSMO-Redaktion
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