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Wien

Alte Parkscheine bald wertlos: ÖAMTC stellt Forderung an Stadt

Alte Parkscheine bald wertlos: ÖAMTC stellt Forderung an Stadt
FOTO: Stadt Wien/Michael Rausch-Schott
2 Min. Lesezeit |

Wer noch alte Wiener Parkscheine im Handschuhfach hat, muss jetzt schnell handeln – die Zeit läuft ab.

Ab dem 1. Juli verlieren alte Parkscheine in Wien ihre Gültigkeit – die Übergangsfrist läuft übermorgen aus. Mit dem Ende dieser Frist gilt ausschließlich der neue, höhere Tarif: Eine halbe Stunde Parken kostet künftig 1,70 Euro. Wer sein Fahrzeug ohne gültiges Parkpickerl oder mit einem der alten Parkscheine abstellt, riskiert eine Verwaltungsstrafe. Die Organstrafverfügung beträgt derzeit 36 Euro und muss innerhalb von 14 Tagen ab Ausstellungsdatum bezahlt werden.

Die neuen Parkgebühren sind bereits seit Jahresbeginn in Kraft. Für physische Parkscheine älterer Prägung hatte die Stadt eine Übergangsfrist bis einschließlich 30. Juni eingeräumt. Mit Ablauf dieser Frist am Dienstag sind sie endgültig nicht mehr verwendbar.

ÖAMTC fordert Umtausch

Der ÖAMTC fordert von der Stadt Wien eine Regelung, die verhindert, dass Konsumentinnen und Konsumenten auf den Restbeständen ihrer alten Parkscheine sitzen bleiben. Konkret plädiert der Automobilclub für eine Umtauschoption gegen Aufzahlung. ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler wird in diesem Zusammenhang wie folgt zitiert: „Niemand erwartet, dass alte Parkscheine unbegrenzt gültig bleiben. Es sollte aber möglich sein, den Differenzbetrag aufzuzahlen und vorhandene Parkscheine weiterzuverwenden.“

Darüber hinaus spricht sich der ÖAMTC dafür aus, dass die Parkraumüberwachung in den ersten Wochen nach Fristablauf zunächst auf Aufklärung und Verwarnungen setzt, bevor Strafen verhängt werden. Generell übt der Club Kritik an der Entwicklung der Mobilitätskosten: Das Parkpickerl wurde zuletzt um rund 30 Prozent von zehn auf 13 Euro verteuert, auch die Tarife im öffentlichen Nahverkehr sind gestiegen.

Private Alternative

Eine private Umtauschmöglichkeit bietet der Betreiber der Park-App EasyPark an: Morgen können zwischen 12.00 und 18.00 Uhr am Platz der Menschenrechte vor dem Wien-Museumsquartier alte Parkscheine gegen ein App-Guthaben eingetauscht werden.

Allerdings ist das Parken über diese Anwendung unter Umständen teurer als mit herkömmlichen Parkscheinen, zudem können zusätzliche Gebühren anfallen. Bei Nutzung der EasyPark-App fallen zusätzlich zu den eigentlichen Parkgebühren Serviceentgelte an, die je nach Tarifmodell entweder als prozentuale Servicegebühr von bis zu rund einem Viertel des Parkpreises oder als fixe Mindestgebühr pro Parkvorgang zwischen 0,00 und 0,55 Euro erhoben werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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