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VERSORGUNG

Amalgam-Verbot ab Jänner 2025: Zahnärzte warnen vor Engpässen

Amalgam-Verbot ab Jänner 2025: Zahnärzte warnen vor Engpässen
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Mit einer drohenden Frist nähern sich die Zahnärzte in Österreich einem entscheidenden Punkt: Bis Ende 2024 muss eine Lösung gefunden werden, um Amalgamfüllungen zu ersetzen. Aufgrund eines bevorstehenden EU-weiten Verbots ab Jänner 2025 steht das bestehende Zahnversorgungssystem vor erheblichen Herausforderungen.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat die Einführung von Alkasit als Erstattungsmaterial in Betracht gezogen, jedoch stoßen diese Pläne bei der zahnärztlichen Gemeinschaft auf Widerstand. Zahnärzte plädieren dafür, Glasionomerzement als kostenfreie Kassenleistung zu akzeptieren und alle weiteren Materialien privat abzurechnen.

Die Zahnärzte fordern umfassende Reformen der Honorarsysteme und der vertraglichen Grundlagen mit der Sozialversicherung. Derzeit sind viele Leistungen nicht kostendeckend, was eine Querfinanzierung durch privat abgerechnete Leistungen erforderlich macht. In einer Aussendung betonte die Standesvertretung, dass eine Anpassung der Honorare notwendig sei, um die flächendeckende Versorgung sicherzustellen und weitere Vertragsrückgaben zu verhindern.

Zusätzlich zur Frage des Amalgamersatzes fordert die Interessensvertretung der Zahnärzte weitergehende Maßnahmen: kostendeckende Tarife, einen verstärkten Fokus auf Prophylaxe sowie klar definierte Tarifpositionen mit der Möglichkeit von Zuzahlungen. Diese Schritte seien notwendig, um die Partnerschaft mit der Sozialversicherung langfristig zu sichern.

Verhandlungsbereitschaft

Die Reaktion der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) auf die Forderungen der Zahnärzteschaft war verhalten, zeigte sich jedoch grundsätzlich offen für Verhandlungen über den Gesamtvertrag. Gleichzeitig betonte die ÖGK die Dringlichkeit, zügig eine Lösung zu finden, um die Patientenversorgung sicherzustellen, wobei die Frage des Amalgamersatzes oberste Priorität habe.

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Amalgamersatz

Eine Sprecherin der Gesundheitskasse erklärte, dass es bisher keinen konkreten Rückzug seitens der Zahnärztekammer gegeben habe, hob jedoch hervor, dass derzeit noch keine Gesprächstermine festgelegt seien. Zudem schließt die ÖGK nicht aus, dass künftige Vereinbarungen auch rückwirkend in bestehende Verträge integriert werden könnten.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um den zukünftigen Weg der zahnärztlichen Versorgung in Österreich zu gestalten und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der neuen Amalgamrichtlinie zu erarbeiten.

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KO KOSMO-Redaktion
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