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Rückforderung

Alarm bei der Arbeiterkammer: Bürger müssen Weiterbildungsgelder zurückzahlen!

AMS
AMS (FOTO: zVg.)

In den vergangenen Wochen haben über 60 Bürgerinnen und Bürger bei der Arbeiterkammer Alarm geschlagen, da sie mit der Aufforderung konfrontiert sind, Weiterbildungsgelder an das Arbeitsmarktservice (AMS) zurückzuzahlen. Grund dafür sind beanstandete Leistungen eines Online-Bildungsinstituts, für deren Kursangebote sie sich angemeldet hatten.

Ursache und Wirkung des Konflikts

Das AMS verzeichnet mittlerweile 43 Fälle, in denen die Rückforderung von Weiterbildungsgeld beschlossen wurde, nachdem festgestellt wurde, dass die vom Online-Institut angebotenen Kurse nicht den zuvor angegebenen Bedingungen entsprachen. Die Arbeiterkammer Niederösterreich berichtet sogar von mehr als 60 Anfragen betroffener Personen. Der Stein kam ins Rollen, als Hinweise auftauchten, dass das besagte Institut entgegen seiner Angaben keine interaktiven Online-Veranstaltungen durchführte. Die vom Institut ausgestellten Anmeldebestätigungen, die von den Kursbesuchenden beim AMS eingereicht wurden, stellten sich demnach als irreführend heraus.

Reaktionen und Konsequenzen

Als Reaktion auf die aufgekommenen Unstimmigkeiten hat das AMS eine nähere Prüfung des Instituts eingeleitet. Gleichzeitig wurden Betroffene aufgefordert, die Richtigkeit ihrer Angaben beizulegen, was bei einigen zu Rückzahlungsaufforderungen geführt hat. Diese Maßnahme basiert auf der Verantwortlichkeit der Teilnehmenden für die Korrektheit ihrer Angaben, auch wenn das AMS primär mit den Betroffenen und nicht mit den Bildungsinstituten Verträge schließt.

Anpassungen und Hilfestellungen

Dennoch zeigt sich das AMS kooperativ, indem es Betroffenen die Möglichkeit gibt, Stellung zu nehmen und gegebenenfalls Ratenzahlungen zu vereinbaren, falls die Rückzahlungen fällig werden. Die meisten Betroffenen haben mittlerweile auf andere Bildungsanbieter umgestellt, die den Anforderungen des AMS entsprechen. Dies stellt eine wichtige Anpassung dar, damit sie weiterhin Anspruch auf Unterstützung im Rahmen der Bildungskarenz haben.

Perspektiven für die Zukunft

Das Dilemma um die Rückzahlungsforderungen unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Überprüfung von Bildungsangeboten, insbesondere im Online-Bereich. Es offenbart auch die Herausforderungen, vor denen sowohl Bildungssuchende als auch Förderinstitutionen stehen, wenn es um die Qualitätssicherung und Transparenz von Bildungsleistungen geht. Die Entwicklung macht deutlich, dass ständige Kommunikation und Verifikation von Bildungsangeboten elementar sind, um vergleichbare Situationen in Zukunft zu vermeiden und somit das Vertrauen in das System der Bildungsförderung aufrechtzuerhalten.