Ein Anschlag während einer Verdi-Demo in München endete tragisch: Eine Mutter und ihre Tochter starben nach einer Amokfahrt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Mutter nahm Kind zur Demo mit
In München ereignete sich Donnerstag eine Tragödie, die das Leben einer Mutter und ihrer zweijährigen Tochter forderte. Beide verstarben zwei Tage nach einem Anschlag, der während einer Verdi-Demonstration für höhere Löhne im öffentlichen Dienst stattfand.
Die Mutter hatte ihre Tochter im Kinderwagen zur Demonstration mitgenommen. Um 10:31 Uhr endete ihr Ausflug in einer Katastrophe, als Farhad Noori, ein abgelehnter Asylbewerber, mit einem Mini Cooper auf der Seidlstraße in die Menschenmenge raste und dabei 39 Personen erfasste.
Zu schwere Verletzungen
Hinter dem Mini von Ferhad Noori liegt ein zerstörter Kinderwagen. Es wird vermutet, dass die Zweijährige darin saß, als der 1,3 Tonnen schwere Wagen mit etwa 50 km/h in die Menge fuhr. Beide, Mutter und Tochter, erlitten schwerste Verletzungen. Trotz intensiver Bemühungen der Ärzte konnten weder das Mädchen noch ihre Mutter gerettet werden.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zeigte sich tief betroffen: „Ich bin tief betroffen und traurig angesichts dieses tragischen Todes. Ich bete für die Familie. Der Mörder muss jetzt mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe rechnen.“ Angehörige und Politiker haben an der Trauerstelle in der Seidlstraße Kerzen und Blumen niedergelegt, um der Opfer zu gedenken.