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IS-Sympathisant erschossen

Anschlagsversuch in München: 18-jähriger hatte bosnische Wurzeln (VIDEO)

Anschlagsversuch in München: 18-jähriger hatte bosnische Wurzeln (VIDEO)
(FOTO: EPA-EFE/ANNA SZILAGYI/X@BTom1974)
3 Min. Lesezeit |

Ein 18-jähriger Islamist aus Österreich wurde im letzten Moment von der Polizei entdeckt, bevor er ausgerechnet am Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972 Schreckliches anrichten konnte. KOSMO berichtete.

Flucht und Schüsse am NS-Dokumentationszentrum

Ein Video zeigt den jungen Mann, wie er mit einem langen Repetiergewehr hinter das Gebäude des NS-Dokumentationszentrums in München flieht. Als ihm klar wird, dass seine Tat aufgeflogen ist, eröffnet er das Feuer auf die Polizisten. Inmitten eines intensiven Schusswechsels wird der Angreifer von mehreren Kugeln getroffen und bricht zusammen. Im Hintergrund ertönen laute Rufe der Polizei: „Auf den Boden!“ Die unmittelbare Gefahr ist damit gebannt.

Der Angreifer: Emrah I.

Nach Informationen der Zeitung handelt es sich bei dem Angreifer um Emrah I., einen in Österreich geborenen Staatsbürger mit bosnischen Wurzeln. Bereits 2023 war er unter Verdacht geraten, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein und IS-Propaganda zu verbreiten, nachdem österreichische Behörden entsprechendes Material auf seinem Handy gefunden hatten. Die Aufmerksamkeit der Behörden wurde auf ihn gelenkt, nachdem er an seiner Schule Mitschüler gewalttätig angegriffen hatte. Ein eröffnetes Verfahren war jedoch zwischenzeitlich eingestellt worden.

Tatmotiv und Waffenanalyse

Die Ermittler vermuten, dass Emrah I. einen Terroranschlag planten, der in Verbindung zum israelischen Generalkonsulat stand. Sein Fahrzeug trug ein Kennzeichen aus Salzburg, was auf seine österreichische Herkunft hinweist. Aufnahmen lassen vermuten, dass die von ihm benutzte Waffe ein Mauser-Karabiner mit Bajonett aus Weltkriegszeiten war, so der Waffen-Experte Lars Winkelsdorf.

Augenzeugenberichte und Polizeieinsatz

Ein Augenzeuge berichtete der „BILD“-Zeitung, dass er mehrere Schüsse gehört habe und sofort alarmiert gewesen sei. Videoaufnahmen zeigen, wie Emrah I. versuchte, ein Fenster des Generalkonsulats mit dem Gewehr einzuschlagen, um ins Gebäude zu gelangen – ein Versuch, der letztlich scheiterte.

Polizisten verfolgten den Angreifer auf eine Grünfläche hinter einem Haus und eröffneten das Feuer. Ein Augenzeuge schildert die dramatischen Minuten wie folgt: „Es dauerte mehrere Minuten, bis die ersten Polizisten hinter ihm herkamen. Sie schossen mindestens 30- bis 40-mal. Danach hörte ich sie nur rufen: Er liegt am Boden, bewegt sich nicht mehr.“ Die Schüsse trafen Emrah I. mehrfach im Oberkörper. Ein Notarzt stellte um 10:31 Uhr seinen Tod fest.

Großaufgebot der Polizei

Die Polizei reagierte nach den ersten Schüssen rasch und mobilisierte etwa 500 Einsatzkräfte, die das Gebiet um den Tatort weiträumig absperrten. Ein Polizeihubschrauber kreiste über der Einsatzstelle, während über den Onlinedienst X die Bevölkerung aufgerufen wurde, das Gebiet zu meiden. Ein gepanzertes Fahrzeug des Spezialeinsatzkommandos, ein ENOK, wurde ebenfalls zum Tatort gebracht.

Jahrestag des Olympia-Attentats 1972

Der Vorfall ereignete sich am Jahrestag des Olympia-Attentats 1972, bei dem palästinensische Terroristen elf israelische Athleten in München ermordeten. Mitarbeiter des israelischen Generalkonsulats waren aufgrund des Gedenkens an den Jahrestag größtenteils nicht im Büro. Das israelische Außenministerium bestätigte, dass keine Konsularmitarbeiter verletzt wurden.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hat die Ermittlungen übernommen und wird den Vorfall weiter untersuchen.

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KO KOSMO-Redaktion
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