In einer Mittelschule im steirischen Gratwein hat sich ein Fall ereignet, der insbesondere Eltern aufhorchen lässt. Berichten zufolge haben zwei Schüler, intime Fotos, die sie während sexueller Handlungen zeigten, in einer WhatsApp-Gruppe verbreitet.

Lehrer unter Verdacht
Diese Gruppe soll bekannt sein für ihre Verwicklung in Gewalt und Drogenmissbrauch. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art, der Aufmerksamkeit erregt. Zu diesem Kreis soll auch ein Lehrer zählen, der engen persönlichen Kontakt zu der Gruppe gepflegt haben soll. Einer anonymen Anzeige zufolge, wird sogar vermutet, dass dieser Lehrer bei den sexuellen Handlungen anwesend war und über die Verbreitung der kinderpornografischen Inhalte wusste. Es geht sogar das Gerücht, er könnte die Schüler zu ihren Handlungen angestiftet haben.
Folgen für den beschuldigten Lehrer
Die Bildungsdirektion der Steiermark reagierte umgehend auf die schwerwiegenden Anschuldigungen und stellte den betroffenen Lehrer der Mittelschule Gratwein bis zur Klärung der Vorwürfe vorläufig frei. In einer offiziellen Mitteilung wurde zwar nicht explizit auf die Pädophilie-Vorwürfe eingegangen, jedoch bestätigt, dass eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht wurde. Es wurde vonseiten der Bildungsdirektion darauf hingewiesen, dass es wichtig sei, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Lehrer nicht vorzuverurteilen. Der Beschuldigte weist die Anschuldigungen bisher von sich. Eine förmliche Ermittlung wurde bis zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht eingeleitet.
Die Bildungsdirektion hat zudem bekannt gegeben, dass man intensiv daran arbeite, den regulären Schulalltag aufrechtzuerhalten. Ziel sei es, den Lernenden eine Atmosphäre zu bieten, in der sie sich trotz der laufenden Untersuchungen sicher und ungestört fühlen können. Hierfür wurden bereits verschiedene Unterstützungsmaßnahmen und Betreuungsangebote in die Wege geleitet.