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Wirtschaftsdiplomatie

Ares Tower Wien: Komšić verkündet Rekord-Handelsvolumen mit Österreich

Ares Tower Wien: Komšić verkündet Rekord-Handelsvolumen mit Österreich
Foto: epa/AMER KAJMOVIC
3 Min. Lesezeit |

Wien, 200 Gäste, eine klare Botschaft: Bosnien und Österreich rücken wirtschaftlich näher zusammen als je zuvor.

Die langjährigen Beziehungen zwischen Bosnien und Herzegowina und Österreich standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die am Dienstagabend in Wien stattfand. Präsidiumsmitglied Zeljko Komsic nahm daran teil und richtete klare Worte an die Anwesenden. Das „ViennaLink Business Event – Promote & Connect“ fand in der Wolke19 im Ares Tower in Wien statt, einer der renommiertesten Veranstaltungslocations der Bundeshauptstadt. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Diplomatie und Kultur beider Länder waren der Einladung gefolgt.

Komsic betonte in seiner Ansprache, dass die Verbindungen zwischen Bosnien und Herzegowina und Österreich weit über historische Gemeinsamkeiten hinausgingen. „Die Beziehungen zwischen Staaten gründen heute nicht mehr allein auf politischen Erklärungen, sondern zunehmend auf realen wirtschaftlichen Verflechtungen, auf Investitionen, auf Wissensaustausch und auf Menschen, die diese Verbindungen tagtäglich leben“, sagte er. Die Stärke dieser Beziehungen liege nicht zuletzt in den bosnisch-herzegowinischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, die in Österreich leben: „Sie sind die Brücke, die aktiv die Beziehungen zwischen beiden Ländern gestaltet.“

Wirtschaftliche Verflechtungen

Österreich zählt zu den bedeutendsten Handelspartnern und Investoren Bosnien und Herzegowinas. Komsic verwies auf konkrete Zahlen: Der bilaterale Außenhandelsumsatz habe im Jahr 2025 rund 2,59 Milliarden Konvertible Mark betragen, österreichische Investitionen in Bosnien und Herzegowina beliefen sich auf etwa 1,5 Milliarden Euro und hätten zur Schaffung von mehr als 8.000 Arbeitsplätzen beigetragen. Wirtschaftliche Verbindungen hätten einen besonderen Wert, so Komsic, „weil sie Stabilität schaffen“.

Erst kürzlich hatte Bundespräsident Alexander Van der Bellen anlässlich seines Besuchs in Sarajevo die Qualität der bilateralen Beziehungen hervorgehoben und betont, dass Wien die Zukunft Bosnien und Herzegowinas in der Europäischen Union sehe. Organisiert wurde die Wiener Veranstaltung von der „ViennaLink Business Agency“, die sich als Bindeglied zwischen Bosnien und Herzegowina und seiner Diaspora versteht – mit besonderem Fokus auf die bosnisch-herzegowinische Gemeinschaft in Österreich, die nahezu 200.000 Menschen umfasst.

Vernetzung & Vision

Agenturgründer und -direktor Hurem Avdic dankte den Gästen für ihr Kommen und skizzierte die Zielsetzung des Events: strategische Vernetzung, Förderung der Zusammenarbeit und die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten. „ViennaLink verbindet – das ist unsere Vision und unser Weg“, sagte er. Die Potenziale, die sowohl in Bosnien und Herzegowina als auch in Österreich und der gesamten Region vorhanden seien, seien enorm. „Manchmal sind wir uns selbst nicht bewusst, wie viel wir erreichen können, wenn wir uns zusammenschließen, Wissen teilen und einander Türen öffnen“, so Avdic.

Zu den weiteren Rednerinnen und Rednern zählten Saban Foric, stellvertretender Botschafter Bosnien und Herzegowinas in Wien, Denis Sakic als Vertreter der Stadt Wien, Nela Sljivljak von der Wiener Wirtschaftsagentur sowie Georg Weingartner im Namen der Außenwirtschaftskammer Österreich. Unter den mehr als 200 Gästen befanden sich drei Honorarkonsuln Bosnien und Herzegowinas, in Österreich tätige Unternehmerinnen und Unternehmer bosnisch-herzegowinischer Herkunft, Vertreterinnen und Vertreter großer Unternehmen aus Bosnien und Herzegowina, Österreich, Slowenien, Tschechien und Deutschland sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten von ZEPS, mehrerer bosnisch-herzegowinischer Gemeinden und Kantone, der Handwerkskammer des Kantons Una-Sana und des Bosnia International Forum.

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KO KOSMO-Redaktion
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