Weniger Armut in Europa – doch ausgerechnet ein Wohlstandsland fällt aus dem Rahmen. Österreich trotzt dem positiven Trend.
Eine slowakische Studie zur Armutsentwicklung in der Europäischen Union kommt zu einem differenzierten Befund: Während die Armutsrate im EU-Durchschnitt gesunken ist, verzeichnet Österreich einen leichten Anstieg der Armutsgefährdung.
Bulgariens Fortschritte
Besonders deutlich fallen die Fortschritte in wirtschaftlich schwächeren Mitgliedstaaten aus. Bulgarien etwa hat seit 2015 den Anteil jener Menschen, die auf grundlegende Dinge wie Nahrung und Kleidung verzichten müssen, um die Hälfte reduziert. Die slowakische Studie hebt diese Entwicklung als bemerkenswert hervor und sieht darin ein Beispiel dafür, wie auch Länder mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten wirksam gegen Armut vorgehen können.
Österreichs Rückstand
Für Österreich zeichnet dieselbe Untersuchung ein weniger erfreuliches Bild.
Trotz seiner Stellung als eines der wohlhabendsten Länder der Union ist der Anteil der Armutsgefährdeten hierzulande leicht gestiegen.