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Waffenkontrolle

Australien zieht Konsequenzen: Regierung will Schusswaffen massiv reduzieren

Australien zieht Konsequenzen: Regierung will Schusswaffen massiv reduzieren
FOTO: EPA/MICK TSIKAS
2 Min. Lesezeit |

Nach dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest reagiert Australien entschlossen. Die Regierung plant ein nationales Rückkaufprogramm für Schusswaffen.

Nach dem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney plant die australische Regierung eine drastische Reduzierung der Schusswaffen im Land. Premierminister Anthony Albanese verkündete die Einführung eines nationalen Rückkaufprogramms für Waffen. „Die schrecklichen Ereignisse in Bondi zeigen, dass wir mehr Waffen von unseren Straßen holen müssen“, erklärte Albanese während einer Pressekonferenz. Er verwies darauf, dass sich derzeit etwa vier Millionen Schusswaffen in Australien befinden – mehr als zum Zeitpunkt der Einführung strenger Waffengesetze im Jahr 1996.

Am Sonntag hatten zwei Täter – ein Vater und sein Sohn – während der Chanukka-Feierlichkeiten am bekannten Bondi Beach das Feuer auf Festteilnehmer eröffnet und 15 Menschen getötet. Es handelt sich um den schwersten Fall von Waffengewalt seit dem Massaker von 1996.

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Der Vater wurde von Polizeikräften erschossen, während sein Sohn mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Verschärftes Waffenrecht

Die sozialdemokratische Regierung strebt nun eine weitere Verschärfung des bereits restriktiven Waffenrechts an. Albanese betonte die Unverhältnismäßigkeit der Waffenbesitzverhältnisse: „Wir wissen, dass einer dieser Terroristen eine Waffenbesitzkarte und sechs Schusswaffen hatte, obwohl er mitten in einem Vorort von Sydney, in Bonnyrigg, lebte. Es gibt keinen Grund, warum jemand in dieser Situation so viele Waffen brauchte.“ Die Regierung beabsichtigt nun, einen Gesetzentwurf für das neue Rückkaufprogramm einzubringen, durch das voraussichtlich Hunderttausende Schusswaffen aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

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Der genaue Zeitplan für die Umsetzung sowie die Finanzierungsquellen des Programms sind bislang nicht bekannt.

Nach dem Amoklauf vor knapp drei Jahrzehnten wurde das damalige millionenschwere Rückkaufprogramm durch einen temporären Aufschlag auf die Beiträge zur staatlichen Krankenversicherung finanziert.

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KO KOSMO-Redaktion
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