Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Neuregelungen

Härtere Regeln im Straßenverkehr: Diese Neuerungen plant Österreich ab 2026!

Härtere Regeln im Straßenverkehr: Diese Neuerungen plant Österreich ab 2026!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Von Helmpflicht bis Videoüberwachung: 2026 bringt tiefgreifende Änderungen für Österreichs Verkehrsteilnehmer – und auch im Ausland warten neue Regeln auf Reisende.

Im kommenden Jahr stehen auf Österreichs Straßen umfangreiche Veränderungen bevor, die nahezu jeden Verkehrsteilnehmer betreffen werden. Während einige Neuerungen bereits feststehen, befinden sich andere noch in der Planungsphase. Die anstehende Novellierung der Straßenverkehrsordnung wird dabei maßgebliche Auswirkungen haben. Besonders für E-Mopeds, die hauptsächlich im urbanen Bereich genutzt werden, steht eine Neueinstufung als Kraftfahrzeuge an, was Zulassungspflicht, Führerscheinerfordernis, Versicherungspflicht und das obligatorische Tragen eines Helms nach sich ziehen wird.

Für E-Scooter-Nutzer sinkt die zulässige Promillegrenze auf 0,5. Ab Mai müssen diese Fahrzeuge zudem mit Blinkern ausgestattet sein. Jugendliche E-Bike-Fahrer bis 14 Jahre und E-Scooter-Lenker bis 16 Jahre werden voraussichtlich einer Helmpflicht unterliegen. Der ÖAMTC hat diesen Vorschlag allerdings kritisiert und plädiert angesichts der Unfallstatistiken für eine altersunabhängige Helmpflicht.

⇢ Klimaticket-Wahnsinn: Preisschere explodiert auf 304 Euro

Diskussionen löst auch das Thema Videoüberwachung aus. Kommunen sollen künftig befugt werden, Verkehrsflächen kameragestützt zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden. Der ÖAMTC warnt in diesem Zusammenhang vor einer unübersichtlichen Zunahme von Fahrverboten und einem Regelungschaos. Der Automobilclub stuft den Vorschlag zudem als verfassungswidrig ein.

Änderungen gibt es auch beim sogenannten „Deckel“: Wer bei der Führerscheinprüfung beim Täuschungsversuch ertappt wird, muss künftig 18 Monate warten, bevor ein neuer Anlauf möglich ist. Der Staatssekretär für Entbürokratisierung, Sepp Schellhorn, hat zudem eine Verlängerung der Intervalle für die Hauptuntersuchung („Pickerl“) vorgestellt.

Die in den vergangenen Monaten für Aufsehen sorgenden Besitzstörungsklagen gegen Autofahrer sollen durch ein neues Gesetz unterbunden werden. Durch die Reduktion von Anwaltsgebühren und Gerichtskosten soll dieses Geschäftsmodell wirtschaftlich unattraktiv werden.

Steigende Kosten

Kostensteigerungen kommen hingegen auf Bahnreisende zu: Nach einer bereits erfolgten Erhöhung im August wird das österreichweite Klimaticket zum Jahreswechsel erneut teurer. Die Jahreskarte der Wiener Linien verteuert sich um 28 Prozent auf 467 Euro. Die Autobahnvignette, deren Preis entsprechend der Inflation angehoben wurde, wird 2026 zum letzten Mal als Aufkleber erhältlich sein.

Auch beliebte Urlaubsländer führen Neuerungen ein. Kroatien plant die Umstellung auf digitale Autobahnmaut, wodurch Staus an den Mautstationen vermieden werden sollen. Die vollständige Implementierung erfolgt allerdings erst im Herbst 2026. In Bulgarien wird zum Jahreswechsel der Euro eingeführt, was Währungsumrechnungen überflüssig macht. Ab Anfang Februar wird dort eine Tagesvignette für 4 Euro angeboten.

Internationale Regelungen

In Spanien tritt eine ungewöhnliche Regelung in Kraft: Bei Unfällen oder Pannen dürfen keine Warndreiecke mehr verwendet werden. Stattdessen wird ein spezielles Blinklicht zur Pflicht für alle in Spanien zugelassenen Fahrzeuge. Venedig weitet seine Eintrittsgebühr für Tagesbesucher aus: 2026 wird diese an 60 Tagen zwischen April und Juli erhoben und beträgt 5 Euro, bei später Anmeldung 10 Euro.

Tschechien erhöht die Vignettenpreise: Die Tagesvignette kostet künftig umgerechnet zehn Euro, für die 10-Tages-Vignette werden rund zwölf Euro fällig. Wer die amerikanischen Nationalparks besuchen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen.

Für ausländische Besucher über 16 Jahren wird eine zusätzliche Gebühr von 100 US-Dollar pro Person eingeführt. Diese betrifft auch bekannte Attraktionen wie den Grand Canyon, Yellowstone und Yosemite.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen