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Durchbruch

Austro-Waffen bei Hamas-Kämpfern? Brisantes Foto aufgetaucht

Austro-Waffen bei Hamas-Kämpfern? Brisantes Foto aufgetaucht
(FOTO: @X)
3 Min. Lesezeit |

Die islamistische Hamas hat einen US-israelischen Geiselnehmer im Gazastreifen freigelassen. Der 21-jährige Edan Alexander wurde am Montagabend in Khan Younis im südlichen Gazastreifen zunächst an Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes übergeben und befindet sich mittlerweile wieder in Israel. Bemerkenswert ist, dass die Freilassung auf einer direkten Vereinbarung zwischen der Hamas und den Vereinigten Staaten basiert – ohne israelische Beteiligung.

Nach Angaben israelischer Medien ist der Soldat den Umständen entsprechend in gutem gesundheitlichen Zustand. Seine Großmutter Varda Ben Baruch wird von der Nachrichtenseite „ynet“ mit den Worten zitiert, dass es ihm gut gehe. Israelische Medien veröffentlichten ein erstes Bild von seiner Freilassung, auf dem Alexander neben vermummten und bewaffneten Hamas-Mitgliedern sowie einer Mitarbeiterin des Roten Kreuzes zu sehen ist.

Das Foto zeigt ihn stehend und ohne erkennbare Unterstützung. Seine Großeltern dementierten laut „ynet“ Berichte, wonach der junge Mann Hilfe beim Gehen benötigt habe.

Veränderte Übergabe

Im Gegensatz zu früheren Geiselübergaben verzichtete die Hamas diesmal auf eine inszenierte Zeremonie. Bei vorherigen Freilassungen oder der Übergabe von Leichen hatten die Islamisten häufig entwürdigende Szenen arrangiert, bei denen Geiseln etwa vor Schaulustigen auf einer Bühne präsentiert wurden. In einem Fall im Februar musste ein Entführter zwei vermummten Hamas-Männern auf die Stirn küssen.

Bei der aktuellen Übergabe des US-israelischen Staatsbürgers vermied die Organisation offenbar bewusst solche Provokationen, vermutlich um die USA nicht zu verärgern.

Laut israelischen Sicherheitskreisen wollte die Hamas mit der Freilassung ein „Zeichen des guten Willens“ kurz vor einem geplanten US-Präsidentenbesuch setzen. Die Übergabe fand erstmals ohne Öffentlichkeit statt, was Beobachter als Entgegenkommen gegenüber Washington werten. Die Terrororganisation hofft offenbar, damit Schritte in Richtung eines Waffenstillstands zu erleichtern.

Die israelische Regierung bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass keine palästinensischen Gefangenen im Tausch freigelassen wurden und die militärischen Operationen im Gazastreifen lediglich für die sichere Übergabe vorübergehend pausiert wurden.

In der Zwischenzeit bereitet die EU massive Strafmaßnahmen gegen den Kreml vor. Mehr darüber erfahren Sie im folgenden Artikel:

⇢ Merz-Allianz gegen Putin: EU bereitet massive Strafmaßnahmen gegen Kreml vor

Österreichische Waffen

Auf dem veröffentlichten Bild fällt auf, dass die Hamas-Kämpfer Waffen tragen, die dem StG 77 (Sturmgewehr 77) des oberösterreichischen Herstellers Steyr (heute Steyr Arms) ähneln. Dies ist nicht der erste Fall, in dem Hamas-Mitglieder mit mutmaßlichen Waffen aus österreichischer Produktion gesichtet wurden.

Der Waffenhersteller Steyr hat allerdings bereits im Jänner erklärt, dass es sich möglicherweise um Nachbauten handeln könnte. Ein Unternehmenssprecher betonte zudem, man könne „definitiv ausschließen, dass die Hamas oder mit dieser verbundene Unternehmen oder Gruppen beliefert wurden“.

Das Auftauchen von Waffen in Konfliktgebieten, in denen sie aufgrund von Sanktionen oder anderen Beschränkungen eigentlich nicht sein dürften, ist ein bekanntes Phänomen. Häufig gelangen diese Waffen über Umwege in die entsprechenden Regionen.

Im Fall der Hamas könnten die Waffen beispielsweise über Verbündete wie die Huthi-Rebellen (jemenitische Aufstandsbewegung) aus dem Jemen in den Gazastreifen gelangt sein. Diese wiederum könnten sie in Auseinandersetzungen mit von Saudi-Arabien unterstützten Gruppen erbeutet haben.

In den 1980er-Jahren exportierte Österreich – mit offizieller Genehmigung und auf legalem Weg – etwa 20.000 Sturmgewehre nach Saudi-Arabien.