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Machtkonflikt

Machtkampf in Sarajevo: Zwei gegen eine im bosnischen Staatspräsidium

Machtkampf in Sarajevo: Zwei gegen eine im bosnischen Staatspräsidium
(FOTO: EPA-EFE/AMER KAJMOVIC BOSNIA AND HERZEGOVINA)
2 Min. Lesezeit |

Das Präsidium von Bosnien und Herzegowina (dreiköpfiges Staatsoberhaupt) hat in seiner jüngsten Sitzung mehrere umstrittene Beschlüsse gefasst. Die Entscheidungen kamen durch die Stimmen von Denis Becirovic und Zeljko Komsic zustande, während das dritte Präsidiumsmitglied, Zeljka Cvijanovic, deutlichen Widerstand signalisierte.

Umstrittene EUFOR-Anfrage

Besonders brisant ist ein Beschluss, der die EU-Friedenstruppe EUFOR auffordert, bosnischen Polizeibehörden bei der Festnahme von Amtsträgern der Republika Srpska (eine der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina) Unterstützung zu leisten. Die Maßnahmen wurden im Rahmen eines Tagesordnungspunkts verabschiedet, der sich mit „Angriffen der Behörden der Entität Republika Srpska auf die Verfassungsordnung“ befasste.

Cvijanovic ließ nach Informationen der Zeitung Glas Srpske bereits während der Sitzung keinen Zweifel an ihrer Ablehnung. Sie kündigte an, die Beschlüsse als Gefährdung vitaler Interessen der Republika Srpska einzustufen – ein Schritt, der weitere politische Komplikationen nach sich ziehen dürfte.

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Rechtliche und politische Dimension

Die Anfrage an EUFOR wirft komplexe völkerrechtliche Fragen auf. Laut UN-Mandat ist die Friedenstruppe primär für die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität sowie die Umsetzung der militärischen Aspekte des Dayton-Abkommens verantwortlich. Eine direkte Beteiligung an Polizeioperationen gegen gewählte Amtsträger liegt jedoch in einer rechtlichen Grauzone.

Die gegenwärtige Krise spiegelt die zunehmenden sezessionistischen Bestrebungen der Republika Srpska wider, die in den vergangenen Monaten zu erheblichen Blockaden im bosnischen Institutionengefüge geführt haben. Deutschland und andere EU-Staaten haben in aktuellen Stellungnahmen die Notwendigkeit von Dialog betont, sehen aber die EUFOR-Präsenz als wichtiges Instrument zur Verhinderung erneuter Gewalt.

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KO KOSMO-Redaktion
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