Eine gehirnfressende Amöbe, bekannt als Naegleria fowleri, hat bereits drei junge Menschenleben gefordert. Die Opfer, darunter ein 14-jähriger Junge fielen der seltenen, jedoch fast ausschließlich tödlich endenden Infektion zum Opfer. Die Fälle dieser tödlichen Amöbeninfektion lösen weit über die Grenzen hinaus Besorgnis aus.

Ein 14-Jähriger aus Kerala (Indien) schwamm zur Abkühlung in einem Teich. Kurz danach verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand drastisch. Ärzte im Krankenhaus konnten ihn nicht mehr retten. Berichten zufolge starb er an einer Infektion mit der gehirnfressenden Amöbe Naegleria fowleri. Dies ist der dritte Todesfall in der Region in zwei Monaten. Zuvor starben ein fünfjähriges Mädchen und eine 13-Jährige an derselben Infektion.
Hintergrund und Übertragung
Naegleria fowleri, eine in Süßwasserhabitaten gedeihende Amöbe, nimmt auf tragische Weise den direkten Weg in das menschliche Gehirn durch die Nase. Dort löst sie eine sogenannte primäre Amöben-Meningoenzephalitis (PAM) aus – eine Entzündung des Gehirns, die zumeist tödlich endet. Obwohl diese Fälle weltweit sehr selten berichtet werden, führen sie beinahe ausnahmslos zum Tod der Betroffenen.
Symptome und erste Anzeichen
Die Krankheitssymptome treten meist unspezifisch und oft erst mehrere Tage nach der Infektion auf. Initial können Kopfschmerzen, Fieber und Übelkeit auftreten. Doch ohne rasche medizinische Intervention verschlimmert sich der Zustand schnell. Ein aktueller Fall aus Kolumbien erzählt von der zehnjährigen Stefania Villamizar González, die trotz initialem Krankheitsgefühl eines natürlichen Bades im Seewasser letztlich dem Naegleria fowleri zum Opfer fiel.
Prävention: Wachsam bleiben
Angesichts dieser erschreckenden Entwicklungen raten Gesundheitsexperten zur Vorsicht beim Baden in warmen Süßwasserquellen, vor allem in Regionen, in denen die Amöbe (Indien, Kolumbien) bereits aufgetreten ist. Obwohl die Amöbe nicht in Meerwasser überlebt und keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt, ist eine gründliche Desinfektion von Schwimmbädern sowie das Meiden von direktem Wasserkontakt mit der Nase empfohlen, um das Infektionsrisiko zu mindern.