Zwischen Budapest und Belgrad rollt eine neue Ära an – und sie fährt mit bis zu 160 km/h.
Die neue Schnellbahnstrecke zwischen Budapest und Belgrad ist einsatzbereit: Zsolt Hegyi, Generaldirektor der ungarischen Bahngesellschaft MÁV, bestätigte, dass sämtliche Tests und Messungen die Erfüllung höchster infrastruktureller und sicherheitstechnischer Standards belegen. Damit gilt die größte Eisenbahninvestition der Region als abgeschlossen – Güterzüge werden die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten künftig in lediglich zwei Stunden und vierzig Minuten bewältigen.
Neue Strecke
An die Stelle der alten, eingleisigen und für niedrige Geschwindigkeiten ausgelegten Trasse tritt eine vollständig neu errichtete, zweigleisige Strecke, die Züge mit bis zu 160 Stundenkilometern zulässt. Der Ausbau zwischen dem Budapester Bahnhof Budapest-Ferencváros und dem Grenzbahnhof Kelebija markiert einen strukturellen Wendepunkt für den Güterverkehr zwischen Mitteleuropa und dem Balkan. Den ersten Zug auf der neuen Trasse stellte eine Garnitur der MÁV Railtours, bespannt mit einer modernen Siemens-Vectron-Lokomotive.
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Der ungarische Abschnitt der Bahnstrecke Budapest-Belgrad ist rund zwei Milliarden Euro teuer.
Neben der deutlich gesteigerten Kapazität im Güterverkehr schafft das Projekt auch die infrastrukturelle Voraussetzung für künftigen Personenverkehr – mit dem Potenzial, die Reisezeit zwischen Wien, Budapest und Belgrad erheblich zu verkürzen.
Appell an Anwohner
Hegyi richtete bei der Inbetriebnahme auch einen ausdrücklichen Appell an die Bevölkerung entlang der Strecke: Die Menschen seien es gewohnt, dass auf dieser Linie kaum Züge fahren – das ändere sich nun grundlegend. „Ab sofort verkehren hier regelmäßig Züge mit hoher Geschwindigkeit. Wir appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, nicht aus alter Gewohnheit zu handeln und die Regeln an Bahnübergängen strikt einzuhalten“, so Hegyi.