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Zug Wien–Belgrad 2026: Preis, Fahrzeit, Starttermin – alle Infos

Zug Wien–Belgrad 2026: Preis, Fahrzeit, Starttermin – alle Infos
(Foto: iStockphoto)
10 Min. Lesezeit |


Update 15. April 2026: Der angekündigte Starttermin 27. März 2026 wurde nicht eingehalten. Der Personenverkehr Budapest–Belgrad verzögert sich voraussichtlich bis Sommer 2026. Das ETCS-Zugsicherungssystem auf ungarischer Seite ist noch nicht zertifiziert. Alle Hintergründe und exklusive Recherche-Ergebnisse in unserem Folgeartikel:

Zug Wien–Belgrad: Farce statt Fahrplan – KOSMO Exklusiv


Aktualisiert 31.03. /Anfang

Budapest–Belgrad: Starttermin verpasst – was jetzt gilt

Die wichtigste Entwicklung betrifft die Teilstrecke zwischen Budapest und Belgrad. Diese gilt als Herzstück der neuen Verbindung – doch genau hier ist der ursprünglich kommunizierte Zeitplan ins Wanken geraten.

Der Start des Personenverkehrs war mehrfach für März 2026 angekündigt worden, zuletzt konkret für den 27. März. Dieser Termin wurde jedoch nicht eingehalten – der Zug ist an diesem Tag nicht gestartet.

Update April 2026: Laut dem ungarischen Bauministerium ist der Grund für die Verzögerung das ETCS-Zugsicherungssystem (European Train Control System), das für den Passagierbetrieb bei 160 km/h zwingend vorgeschrieben ist. Die chinesischen Auftragnehmer konnten das System bisher nicht erfolgreich installieren – bei der ersten Testrunde traten Softwarefehler auf. Darüber hinaus haben zwei erfahrene ETCS-Spezialisten die ungarische Bahngesellschaft MÁV verlassen, was den Testprozess weiter verzögert.

Serbiens Bauministerin Aleksandra Sofronijević erklärte zuletzt, die ungarische Seite habe zugesagt, die Strecke „im April, spätestens im Mai” fertigzustellen. Realistisch gesehen rechnen Experten jedoch frühestens mit einem Start im Sommer 2026. Mehr dazu in unserer exklusiven Recherche: Zug Wien–Belgrad: Zug Wien–Belgrad: Farce statt Fahrplan – KOSMO Exklusiv

Auch aktuell gibt es kein bestätigtes neues Datum für den Beginn des Personenverkehrs.

Strecke fertig – aber noch im Testbetrieb

Trotz der Verzögerung gibt es auch eine wichtige Klarstellung: Die Strecke selbst ist bereits vollständig modernisiert und in Betrieb. Seit Ende Februar 2026 fahren Güterzüge regelmäßig zwischen Budapest und Belgrad.

Das bedeutet:

  • Infrastruktur fertiggestellt
  • Technik im Einsatz
  • aber: Personenverkehr noch nicht freigegeben

Experten werten das als typische Testphase – der Güterverkehr dient dabei als „Generalprobe“ für den späteren Passagierbetrieb.

Mehrere Fristen verstrichen – Unsicherheit bleibt

Auffällig ist, dass in den letzten Monaten mehrere Starttermine genannt, aber nicht eingehalten wurden.

Zuletzt hieß es:

  • Mitte März
  • dann Ende März
  • schließlich konkret: 27. März

Alle diese Ankündigungen haben sich bislang nicht bestätigt. Aktuell geben selbst offizielle Stellen keine klare Auskunft, wann der Personenverkehr tatsächlich starten wird.

Auswirkungen auf die Verbindung Wien–Belgrad

Für Reisende bedeutet das konkret:

Solange der Personenverkehr zwischen Budapest und Belgrad nicht läuft, bleibt auch die geplante Verbindung von Wien nach Belgrad – selbst mit Umstieg – vorerst nicht nutzbar. Die Strecke existiert zwar technisch bereits, ist aber für Passagiere noch nicht freigegeben.

Aktualisiert 31.03. /Ende

Nach über 30 Jahren kehrt die direkte Zugverbindung zwischen Wien und Belgrad zurück. Ab 2026 können Reisende die Strecke in nur sechs Stunden ohne Umsteigen zurücklegen – schneller als das Auto, günstiger als das Flugzeug. Hier findest du alle Infos zu Preis, Fahrplan, Starttermin und Tickets.


Das Wichtigste auf einen Blick


• Starttermin Personenverkehr: Ursprünglich 27. März 2026 – VERSCHOBEN. Neues Datum offen, frühestens Sommer 2026. Wien-Extension folgt danach.

• Fahrzeit Wien–Belgrad: ca. 6 Stunden (ohne Umsteigen)

• Ticketpreis: ca. 25 € (Belgrad–Budapest, einfach) | Wien-Aufpreis noch offen

• Verbindungen täglich: 2 Direktzüge Wien–Belgrad in jede Richtung

• Grenzkontrolle: im Zug, Bahnhof Kelebija, ca. 30 Minuten, kein Aussteigen nötig

• Züge: CRRC-Garnituren (Serbien, bis 200 km/h) + MÁV (Ungarn, bis 160 km/h)

Wann fährt der erste Zug Wien–Belgrad?

Die Rückkehr der direkten Zugverbindung zwischen Wien und Belgrad ist ein historisches Ereignis. Zuletzt gab es diese Verbindung in den 1970er- und 1990er-Jahren in Form eines D-Zugs. Nun kehrt sie nach mehr als drei Jahrzehnten zurück.


Der offizielle Starttermin für den Personenverkehr auf der modernisierten Strecke Belgrad–Budapest war ursprünglich der 27. März 2026, angekündigt von Ungarns Außenminister Péter Szijjártó. Dieser Termin wurde jedoch nicht eingehalten. Stand April 2026 gibt es kein neues bestätigtes Datum – der Personenverkehr wird frühestens im Sommer 2026 erwartet.

Die Weiterführung bis Wien ist von den ÖBB offiziell bestätigt und soll ebenfalls 2026 starten – ein exakter Termin für den Wien-Abschnitt steht noch aus, da die Zulassungen der Infrastruktur noch abgeschlossen werden müssen. Gemeinsam mit dem ungarischen Bahnpartner MÁV planen die ÖBB täglich zwei Zugpaare auf der Gesamtstrecke.


Fahrplan: Wann fährt der Zug von Wien nach Belgrad?


Auf Basis der aktuell bekannten Fahrplandaten sind täglich zwei Verbindungen in jede Richtung geplant. Die Züge tragen die Nummern 141, 144, 147 und 148:


Fahrplan Wien → Belgrad


Zug 141: Wien ab 8:42 Uhr → Budapest 11:19 Uhr → Belgrad an 15:07 Uhr

Zug 147: Wien ab 14:42 Uhr → Budapest 17:19 Uhr → Belgrad an 21:07 Uhr


Fahrplan Belgrad → Wien


Zug 144: Belgrad ab 8:57 Uhr → Budapest 12:40 Uhr → Wien an 15:20 Uhr

Zug 148: Belgrad ab 12:57 Uhr → Budapest 16:40 Uhr → Wien an 19:20 Uhr


Die Gesamtfahrzeit auf der Strecke Wien–Belgrad beträgt rund 6 Stunden 25 Minuten. Davon entfällt auf den Abschnitt Belgrad–Budapest rund 3 Stunden und 17 Minuten, auf den Abschnitt Budapest–Wien etwa 2 Stunden und 40 Minuten.


Was kostet das Ticket Wien–Belgrad 2026?

Der Ticketpreis für die Strecke Belgrad–Budapest beträgt rund 25 Euro für eine einfache Fahrt. Das gab Serbiens Bauministerin Aleksandra Sofronijevic beim Kopaonik Business Forum bekannt – ursprünglich waren 32 Euro kommuniziert worden.

Ein Hin- und Rückticket Belgrad–Budapest kostet damit circa 50 Euro. Der Aufpreis für die Weiterfahrt nach Wien ist noch nicht offiziell kommuniziert.

Wer über die Srbijavoz-App bucht, erhält 5 Prozent Rabatt. Mit der serbischen „Srb plus“-Karte sind sogar 30 Prozent Ermäßigung möglich. Tickets sind außerdem an den Schaltern und Fahrkartenautomaten erhältlich.


Preisübersicht (Stand: März 2026)


• Belgrad → Budapest (einfach): ca. 25 €

• Belgrad ↔ Budapest (hin & zurück): ca. 50 €

• Wien-Aufpreis: noch nicht bekannt

• App-Rabatt: 5 % (Srbijavoz-App)

• Karten-Rabatt: 30 % (Srb plus-Karte)


Wie funktioniert die Grenzkontrolle?

Eine häufige Frage: Muss man beim Zug Wien–Belgrad lange an der Grenze warten? Die gute Nachricht: Serbien und Ungarn haben eine praktische Lösung gefunden.

Die Grenzkontrollen werden am gemeinsamen Grenzbahnhof Kelebija durchgeführt. Die Passagiere müssen den Zug dabei nicht verlassen – die Kontrolle findet direkt im Zug statt und dauert laut Srbijavoz-Direktor Ljubiša Pejičić rund 30 Minuten.

Wichtig: Da Serbien kein Schengen-Mitglied ist, sind Grenz- und Zollkontrollen nach wie vor Pflicht. An Wochenenden und während der Urlaubszeit kann es zu zusätzlichen Verzögerungen kommen. Ein entsprechender Zeitpuffer ist empfehlenswert.


Welche Züge fahren auf der Strecke?

Serbien hat für die neue Verbindung massiv in modernes Zugmaterial investiert. Neben drei vorhandenen Soko-Zügen wurden fünf neue Garnituren des chinesischen Herstellers CRRC angeschafft. Diese Züge erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h.

Auf ungarischer Seite setzt die MÁV drei Garnituren ein. Die neue zweigleisige Strecke zwischen dem Budapester Bahnhof Budapest-Ferencváros und dem Grenzbahnhof Kelebija wurde vollständig neu gebaut und ist für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ausgelegt. Der Bau des ungarischen Streckenabschnitts kostete rund zwei Milliarden Euro.

Der erste Zug auf der neuen Trasse war eine Garnitur der MÁV Railtours, bespannt mit einer modernen Siemens-Vectron-Lokomotive.


Zug Wien–Belgrad: Schneller als das Auto?

Ja! Ein Vergleich mit dem Auto zeigt, warum der Zug so attraktiv ist. Mit dem Auto dauert die Strecke Wien–Belgrad mindestens sieben Stunden – ohne Stau und ohne Grenzwartezeiten. In der Praxis sind acht bis neun Stunden realistischer.

Der Direktzug schlägt das Auto also deutlich. Im Vergleich zum Fliegen punktet der Zug vor allem bei Komfort und Nachhaltigkeit: keine Wartezeiten am Flughafen, keine Gepäcklimits und kein Anfahrtsweg zum Terminal.


Vergleich der Reisemöglichkeiten Wien–Belgrad


• Zug (ab 2026): ca. 6 h 25 min | ca. 25–50 € | kein Umsteigen

• Auto: min. 7–9 h | Sprit + Maut ca. 60–90 € | Grenzwartezeit

• Flugzeug: Flug ca. 1h, gesamt mit An- & Abfahrt min. 4–5 h | ab ca. 80–200 €

• Bus: ca. 8–10 h | ca. 30–50 € | oft Umsteigen


Historischer Hintergrund: Warum so lange keine direkte Verbindung?

Die letzte direkte Zugverbindung zwischen Wien und Belgrad gab es als D-Zug bis in die 1990er-Jahre. Mit dem Zerfall Jugoslawiens und den Kriegen auf dem Balkan wurde der Bahnverkehr in der Region massiv zurückgefahren. Jahrzehntelang mussten Reisende in Budapest, Subotica, Szeged oder Zagreb umsteigen – oder auf Bus und Flugzeug ausweichen.

Die Modernisierung der Strecke Belgrad–Budapest war ein jahrelange vorbereitetes Infrastrukturprojekt. Die neue Trasse wurde vollständig neu gebaut und ist die größte Eisenbahninvestition der Region. Mit ihrer Fertigstellung ist die Grundlage für die Wiederbelebung des direkten Personenverkehrs Wien–Belgrad gelegt.

Die Entdeckung der geplanten Verbindung geht ursprünglich auf aufmerksame Eisenbahnfans zurück, die im Fahrplan 2025/26 der serbischen Bahninfrastruktur (IZS) feststellten, dass die MÁV-Züge Richtung Belgrad identische Nummern tragen wie die aktuellen Wien–Budapest-Verbindungen.


Was bedeutet das für die Expo 2027 in Belgrad?

Serbien richtet im Jahr 2027 die Weltausstellung (Expo 2027) in Belgrad aus. Der neue Direktzug aus Wien kommt damit genau zum richtigen Zeitpunkt. Die serbische Bahn Srbijavoz hat bereits angekündigt, in diesem Zusammenhang weitere Zuggarnituren anzuschaffen.

Das Interesse am Bahnangebot ist schon jetzt enorm: Seit Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Subotica haben rund 400.000 Fahrgäste den Zug genutzt. In den ersten zwei Wochen des Jahres 2026 verzeichnete Srbijavoz einen Fahrgastzuwachs von 20 Prozent.


Häufige Fragen: Zug Wien–Belgrad 2026

Wann fährt der Zug Wien–Belgrad zum ersten Mal?
Der Personenverkehr auf der Strecke Belgrad–Budapest war für den 27. März 2026 angekündigt, dieser Termin wurde jedoch nicht eingehalten. Stand April 2026 gibt es kein neues Datum. Aufgrund von Problemen mit dem ETCS-Zugsicherungssystem auf ungarischer Seite rechnen Experten frühestens mit einem Start im Sommer 2026. Die Direktverbindung bis Wien ist von den ÖBB weiterhin für 2026 geplant, hängt aber vom Budapest–Belgrad-Abschnitt ab.

Was kostet der Zug von Wien nach Belgrad?
Das Ticket für die Teilstrecke Belgrad–Budapest kostet rund 25 Euro (einfach). Der Preis für den gesamten Weg Wien–Belgrad wurde noch nicht offiziell bekanntgegeben. Mit der Srbijavoz-App gibt es 5 % Rabatt, mit der Srb plus-Karte sogar 30 %.

Wie lange dauert der Zug von Wien nach Belgrad?
Die geplante Fahrzeit beträgt rund 6 Stunden 25 Minuten. Wien–Budapest dauert ca. 2 Stunden 40 Minuten, Budapest–Belgrad ca. 3 Stunden 17 Minuten.

Muss ich bei der Einreise nach Serbien den Zug verlassen?
Nein. Die Grenzkontrolle findet am gemeinsamen Grenzbahnhof Kelebija direkt im Zug statt. Die Passagiere müssen nicht aussteigen. Die Kontrolle dauert laut Angaben der serbischen Bahn rund 30 Minuten.

Gibt es einen Nachtzug Wien–Belgrad?
Aktuell sind keine Nachtzüge auf der Strecke Wien–Belgrad geplant. Die zwei täglichen Direktverbindungen fahren tagsüber. Der frühere D-Zug, der bis in die 1990er-Jahre verkehrte, war jedoch ein Nachtzug – eine Wiedereinführung ist langfristig nicht ausgeschlossen.

Welche Bahn betreibt den Zug Wien–Belgrad?
Die Verbindung ist ein Gemeinschaftsprojekt von drei Bahngesellschaften: den österreichischen ÖBB, der ungarischen MÁV und der serbischen Srbijavoz.

Wo kann ich ein Ticket für den Zug Wien–Belgrad kaufen?
Tickets sind über die Srbijavoz-App, an den Schaltern der serbischen und ungarischen Bahn sowie an Fahrkartenautomaten erhältlich. Sobald die genauen Startdaten für die Wien-Verlängerung feststehen, sollten Tickets auch über die ÖBB buchbar sein.

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KO KOSMO-Redaktion
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