Balkan & Österreich: Wie Politiker via Social Media ihre Karrieren vernichten

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Balkan & Österreich: Wie Politiker via Social Media ihre Karrieren vernichten

Nach eine Tweet wird ÖVP-Mandatar Dönmez aus dem Klub geworfen. (Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Martin Steiger)

Der Fall Efgani Dönmez ist kein Einzelfall. Ausfällen in den Soziale Medien haben, sowohl am Balkan als auch in Österreich, so manche politische Karriere beendet.

Am Wochenende postete Efgani Dönmez einen Kommentar auf Twitter. Soweit nichts Verwerfliches dran. Doch der Inhalt seines sexistischen Tweets könnte seiner politischen Karriere erheblichen Schaden einbringen. Am Montag wurde er deswegen aus dem ÖVP-Klub verbannt. Dem nicht genug verstrickte sich der Ex-ÖVP-Mandatar in Erklärungen. In einem sehr langen Text auf seiner Homepage rechtfertigte er sich, dass er weder Sexist noch ein Macho sei. Es war alles anders gemeint, er wurde missverstanden.

Dönmez hatte auf die Frage eines Twitter-Nutzers, wie die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli wohl zu ihrem Amt gekommen sei, geantwortet: „Schau dir mal ihre Knie an, vielleicht findest du da eine Antwort.“ Die Äußerung wurde als sexistisch bewertet. Denn die besagte Politikerin soll, nach zahlreichen Interpretationen, durch Oralverkehr, kniend, ihre Karriere geebnet haben. Ein Blick auf die politische Agenda zeigt, dass soziale Medien ein Karrierekiller sein können. Sowohl am Balkan als auch in Österreich gibt es einige Beispiele, die die Konsequenzen eines womöglich unüberlegten Posts aufzeigen.

#Christoph Vavrik: Der Politiker kommentierte die erste Adoption durch ein gleichgeschlechtliches Paar in Österreich: „Künftige Zivilisationen werden auf solche gesellschaftlichen Abartigkeiten mit demselben Unverständnis blicken wie wir heute auf die Sklaverei.“ In seiner Partei, den Neos, wuchs der Druck, weshalb er zum ÖVP-Klub wechselte, schreibt „Standard“.

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