Eine Branchenkrise greift um sich – und trifft nun ein Unternehmen, das eigentlich nur Kleidung bedruckt.
Die anhaltende Krise im Bausektor zieht immer weitere Kreise und trifft nun auch Unternehmen, die als Zulieferer eng mit der Branche verflochten sind. Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) wurde am Donnerstag beim Landesgericht Feldkirch über das Vermögen der Buntwerk Textildruck GmbH (FN 520889 p) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Gesamtverbindlichkeiten beziffert das Unternehmen im Eigenantrag auf 665.000 Euro.
Sanierungsplan geprüft
Den Insolvenzgläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans beglichen werden soll. Der Betrieb soll weitergeführt und über einen Sanierungsplan von seinen Schulden befreit werden.
Der AKV prüft nun eingehend, ob der vorgelegte Plan realisierbar ist – und ob der Zahlungsvorschlag, der derzeit lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht, noch verbessert werden kann. Forderungen können ab sofort beim AKV angemeldet werden.
Baubranche als Auslöser
Obwohl die Buntwerk Textildruck GmbH dem Textildruck zuzuordnen ist, beliefert sie in erster Linie Bauunternehmen mit bedruckter Arbeitskleidung. Die aktuelle Schieflage wird daher unmittelbar mit der wirtschaftlichen Talfahrt der Baubranche und den daraus erwachsenen Problemen in Verbindung gebracht.
Eigenen Angaben zufolge sind zuvor unternommene außergerichtliche Sanierungsversuche gescheitert.