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Kulturprojekt

Baustellen-Riese im Prater: Neues Theater nimmt Form an!

Baustellen-Riese im Prater: Neues Theater nimmt Form an!
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Wien bekommt sein erstes Volltheater seit über einem Jahrhundert – und der Bau dahinter ist alles andere als gewöhnlich.

Im Herzen des Wiener Praters nimmt ein ambitioniertes Vorhaben Gestalt an: Ein neues Musicaltheater mit 1.800 Plätzen soll künftig Publikum aus dem gesamten europäischen Raum anziehen. Getragen wird das Projekt vollständig durch private Mittel der ATG-Live GmbH. „Wir bauen ein Theater, damit Kultur für alle Generationen erlebbar wird – nachhaltig gedacht und langfristig verankert“, betonen die Verantwortlichen. Das Haus soll bewusst als Gegengewicht zur allgegenwärtigen Streaming- und Digitalkultur positioniert werden.

Die Entscheidung für den Wiener Prater als Standort fiel nicht zufällig: Als offener, lebendiger Ort gilt er als ideale Umgebung für ein solches Kulturprojekt. Der Vorverkauf soll Ende 2026 anlaufen. Auf der rund 3.000 Quadratmeter großen Baustelle herrscht derweil reger Betrieb – in Spitzenzeiten sind bis zu 150 Personen gleichzeitig im Einsatz, mehr als 50 verschiedene Gewerke beteiligt. Verbaut werden unter anderem 8.200 Kubikmeter Beton, 450.000 Kilogramm Stahl sowie 1.400 Kubikmeter Holz.

Sonderdisziplin Theaterbau

Projektleiter Matthias Prichzi, ein gebürtiger Wiener mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung, beschreibt die Herausforderung des Vorhabens in aller Deutlichkeit: „Der Bau eines Theaters ist eine Sonderdisziplin.“ Es gehe weit über klassischen Hochbau hinaus – gefragt sei das präzise Zusammenwirken von Architektur, Technik, Logistik und dem Erlebnis des Publikums. Persönlich bewegt ihn das Projekt auch aus einem anderen Grund: Es handelt sich um „das erste Volltheater in Wien seit über 100 Jahren“.

Inklusion & Erlebnis

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Gesamterlebnis der Besucherinnen und Besucher: Von der Ankunft bis zum Abgang soll jeder Schritt durchdacht sein – von der Steuerung der Besucherströme über die gastronomische Versorgung bis hin zu reibungslosen Abläufen im Hintergrund. Inklusion spielt dabei eine zentrale Rolle: „Ziel war ein selbsterklärendes Gebäude ohne Orientierungshürden.“ Barrierefreie Zugänge, eine klare Orientierung für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen sowie eigens eingerichtete Rückzugsbereiche für Gäste mit besonderen Bedürfnissen sind fester Bestandteil der Planung.

„Backstagebereiche sind normalerweise eng und schwer zugänglich – hier setzen wir bewusst neue Standards“, so die Projektverantwortlichen.

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KO KOSMO-Redaktion
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