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Immobilientransaktion

Nach 20 Jahren: ÖBB holt Wien Mitte zurück

Nach 20 Jahren: ÖBB holt Wien Mitte zurück
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Wiener Verkehrsknotenpunkt wechselt erneut den Besitzer und kehrt nach 20 Jahren dorthin zurück, wo er einst begann.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten kehrt einer der bedeutendsten Verkehrsknoten Österreichs in den Besitz der Bundesbahn zurück.

Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat den Rückkauf des Bahnhofs Wien Mitte genehmigt. Als Verkäufer tritt eine Investorengruppe auf, die von Morgan Stanley Real Estate Investing angeführt wird. Der Erwerb erstreckt sich neben dem Bahnhof selbst auch auf das angeschlossene Shoppingcenter sowie die zugehörigen Büroflächen.

Der Kaufpreis wird nicht kommuniziert. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende Dezember vorgesehen, sofern die Wettbewerbsbehörde die Übernahme freigibt.

Wichtiger Verkehrsknoten

Wien Mitte nimmt im österreichischen Bahnnetz eine herausragende Stellung ein. Als viertgrößter Bahnhof des Landes verzeichnet der Standort täglich 575 Zugverbindungen und rund 75.000 Fahrgäste. Fünf S-Bahn-Linien, der City Airport Train, die U-Bahn-Linien U3 und U4 sowie Straßenbahn- und Busverbindungen bündeln sich hier zu einem der dichtesten Umsteigeknoten im öffentlichen Verkehr der Hauptstadt.

Für die ÖBB eröffnet der Rückkauf die Möglichkeit, künftige Entwicklungen am Standort selbständig zu steuern und bauliche Maßnahmen ohne Abstimmungsbedarf mit externen Eigentümern umzusetzen.

Wechselvolle Geschichte

Der Bahnhof Wien Mitte blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Bereits 1848 wurde das Areal als Bahnhof Hauptzollamt in Betrieb genommen. In den 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen sukzessive neue Strukturen.

2005 veräußerten die ÖBB die Liegenschaft an die damalige Bank Austria Creditanstalt-Gruppe. Der heutige Gebäudekomplex, dessen Errichtung 2007 begann, wurde 2013 fertiggestellt und eröffnet.

Zwei Jahre später ging das Eigentum an die von Morgan Stanley geführte Investorengruppe über.

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KO KOSMO-Redaktion
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