Ein Hund wurde vergiftet – jetzt schlägt die Stadtgemeinde Stockerau Alarm. In der Stockerauer Au lauert eine unsichtbare Gefahr.
In der Stockerauer Au warnt die Stadtgemeinde Stockerau vor dem Auftreten gefährlicher Blaualgen, die sich bei warmen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung im Gewässer ausbreiten können. Die auch als Cyanobakterien bekannten Mikroorganismen machen sich durch grünliche oder blaugrüne Schlieren auf der Wasseroberfläche bemerkbar und können sich in kurzer Zeit stark vermehren.
Wer mit dem belasteten Wasser in Berührung kommt oder es versehentlich schluckt, riskiert Haut- und Augenreizungen sowie Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Besonders ernst zu nehmen ist die Lage für Hunde: Tiere, die aus dem Wasser trinken, sich ihr Fell ablecken oder angeschwemmtes Material am Ufer aufnehmen, sind einem erhöhten Vergiftungsrisiko ausgesetzt.
Vergifteter Hund
Auslöser für die nun gestartete Informationskampagne der Stadtgemeinde war ein konkreter Vorfall: Ein Hund hatte sich in der Stockerauer Au an den Blaualgen vergiftet und musste tierärztlich behandelt werden.
Typische Erste-Symptome einer Blaualgenvergiftung beim Hund sind starker Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall; in schweren Fällen können Atemnot, Muskelzuckungen, Krämpfe, Bewusstseinsverlust und Seitenlage auftreten. Für Blaualgenvergiftungen beim Hund existiert kein spezifisches Gegenmittel; die tierärztliche Behandlung besteht aus schneller Dekontamination (Fell gründlich mit klarem Wasser abspülen, ggf. frühzeitige Aktivkohlegabe) sowie anschließender symptomatischer und kreislaufstabilisierender Therapie, häufig mittels Infusionen.
Die Behörden empfehlen daher, Bereiche mit sichtbaren Algenteppichen beim Baden zu meiden, das Schlucken von Wasser zu vermeiden, Kinder besonders aufmerksam zu beaufsichtigen und Hunde von verdächtigen Gewässerabschnitten fernzuhalten.
Nach jedem Badeaufenthalt sollten Menschen, Kinder und Hunde gründlich abgeduscht werden.