Zwei Messerattacken erschüttern Wien an einem Abend: Am Yppenplatz und am Westbahnhof eskalieren Streitigkeiten, ein 37-Jähriger wird schwer verletzt.
In Wien kam es am Montagabend zu zwei Messerattacken im öffentlichen Raum. Gegen 21:50 Uhr eskalierte am Yppenplatz eine Auseinandersetzung zwischen acht Personen. Innerhalb der dort geltenden Waffenverbotszone zog einer der Beteiligten ein Messer und verletzte seinen Gegner am Unterarm. Einsatzkräfte konnten nach dem Vorfall mehrere Tatverdächtige syrischer Herkunft bzw. ohne Staatsangehörigkeit festnehmen.
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Zweiter Angriff
Nur knapp zwei Stunden später, um 23:40 Uhr, folgte ein weiterer Gewaltvorfall nahe der U-Bahn-Station Westbahnhof. Bei einer Rauferei unter sechs Personen soll ein 14-jähriger Syrer mit einem Messer auf einen 37-jährigen Österreicher losgegangen sein. Der jugendliche Tatverdächtige flüchtete zunächst, konnte jedoch kurz darauf in der Gerstnerstraße von Polizeibeamten gestellt werden. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde bei ihm gefunden und sichergestellt.
Der 37-jährige Österreicher erlitt bei dem Angriff schwere Verletzungen. Sanitäter der Wiener Berufsrettung leisteten Erste Hilfe, bevor das Opfer in ein Krankenhaus transportiert wurde. Nach Angaben der Behörden ist der Zustand des Mannes inzwischen stabil, Lebensgefahr besteht nicht mehr.
Bei jugendlichen Straftätern unter 16 Jahren greift in Österreich das Jugendgerichtsgesetz mit besonderen Verfahrensbestimmungen. Die Wiener Polizei verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg bei Gewaltdelikten von Minderjährigen um zwölf Prozent, wobei Messerattacken einen besonders besorgniserregenden Trend darstellen.
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Der Yppenplatz im 16. Bezirk ist bereits seit 2019 als Waffenverbotszone ausgewiesen, nachdem es dort wiederholt zu Gewaltdelikten gekommen war. Auch rund um den Westbahnhof verstärkten die Behörden zuletzt die Sicherheitsmaßnahmen, da der neuralgische Verkehrsknotenpunkt immer wieder Schauplatz von Straftaten wird.
Laufende Ermittlungen
Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen hat das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, übernommen.
Warum es zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen kam, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen.