Bombendrohungen per E-Mail, evakuierte Schulen, Spürhunde im Einsatz – in Bosnien-Herzegowina hält ein Großalarm die Behörden in Atem.
In der Gespanschaft Herzegowina-Neretva sind die Sicherheitsbehörden seit den Morgenstunden im Großeinsatz: Per E-Mail waren am Montag Drohungen eingegangen, wonach in mehreren Schulen Sprengsätze platziert worden seien. Daraufhin rückten spezialisierte Polizeieinheiten aus – auch vor dem Zweiten Gymnasium in Mostar waren Beamte postiert.
Schulen evakuiert
Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonal wurden umgehend evakuiert. Hundeführer mit ausgebildeten Sprengstoffspürhunden durchkämmten die betroffenen Gebäude in Mostar, Capljina, Konjic, Jablanica, Stolac und Neum. Die Kontrollen liefen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch auf Hochtouren.
Das Innenministerium der Gespanschaft Herzegowina-Neretva bestätigte den Eingang der Drohnachrichten und betonte, die Behörden hätten sofort reagiert. Gleichzeitig appellierte das Ministerium an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren: Alle getroffenen Maßnahmen dienten ausschließlich dem Schutz von Schülerinnen, Schülern und der Öffentlichkeit.
Die Ermittlungen zur Herkunft der Drohungen laufen.