Bosnisches Business Forum in Wien: Ein nachhaltiges Netzwerk für Frauen

INTERVIEW

Bosnisches Business Forum in Wien: Ein nachhaltiges Netzwerk für Frauen

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BHWomen
Der Verein der Berufstätigen Frauen aus Bosnien in Österreich wurde 2016 gegründet. (Foto: BHWomen)

Der Verein „Gesellschaft berufstätiger Frauen aus Bosnien-Herzegowina (BWBH) in Wien“ hat seine Tore 2017 geöffnet. Ziel der Plattform ist die Vernetzung von Geschäftsfrauen. KOSMO traf die Gründerinnen zum Gespräch.

Auf Facebook existiert die Gruppe „Business Women of Bosnien und Herzegowina“ seit April 2016 und zählt mehr 540 Mitglieder. Die Initiative haben sogenannte Expats – das sind Mitarbeiter internationaler Unternehmen, die von ihren Arbeitgebern für eine gewisse Zeit nach Österreich geschickt werden, ins Leben gerufen. Mit dem Verein wollten die Gründerinnen Nadina Gradaščević (Präsidentin des Vereins), Džemila Beganović, Jasmina Haračić, Amra Čaušević und Lejla Tinjić Zaimović (Marketing Leitung des Vereins) die Position von Frauen, insbesondere von bosnisch-herzegowinischen Frauen im Berufsleben, fördern.

KOSMO: Was ist das Ziel der „Gesellschaft berufstätiger Frauen aus Bosnien-Herzegowina“?
Nadina Gradaščević: Die Vision des Vereins ist die Stärkung der bosnisch-herzegowinischen Frauen im österreichischen Geschäftsumfeld, sowie die Unterstützung von Unternehmerinnen. Der Austausch von Wissen und Erfahrung, der Aufbau eines starken, nützlichen und nachhaltigen Netzwerks internationaler Kontakte und die gegenseitige Unterstützung und Befähigung sind Schlüsselressourcen für die berufliche Entwicklung und den geschäftlichen Erfolg.

Wie geht ihr konkret vor? Was habt ihr bisher erreicht?
Nadina Gradaščević: Der Business Salon ist eine Plattform für Unternehmer und Geschäftsfrauen, wo Entwicklung und Zusammenarbeit gefördert werden sollen. Wir sind die einzige weibliche bosnische Vereinigung in Österreich mit wirtschaftlichem Fokus. In gewisser Weise sind wir das persönliche und berufliche Vorankommen unserer Mitglieder verantwortlich. Bisher haben wir mit der Wirtschaftsagentur, der Union der Unternehmer Montenegros, dem Verein der Geschäftsfrauen Kroatiens und auch der bosnisch-herzegowinischen Kulturplattform zusammengearbeitet. Ende September haben wir während der „Bosnisch-Herzegowinischen Community Tage“  ein Business-Forum in Wien organisiert. Der Austausch von Wissen und Erfahrung, der Aufbau eines starken, nützlichen und nachhaltigen Netzwerks internationaler Kontakte und die gegenseitige Unterstützung und Befähigung sind Schlüsselressourcen für die berufliche Entwicklung und den geschäftlichen Erfolg.

Welche Hilfe bietet ihr und wie trägt der Verein zur Integration bei?
Lejla Tinjić Zaimović: Ich zähle zu den sogenannten Expat Frauen, die mit der ganzen Familie nach Wien gezogen ist. Mein Mann und ich haben Jobangebote erhalten. Nach unserer Ankunft habe ich gemerkt, dass mir ein Netzwerk fehlt. Ich wollte andere berufstätige Frauen kennenlernen und bin sehr erfolgreichen Frauen in Wien begegnet. Bei unseren monatlichen Treffen besprechen wird wichtige Themen die uns betreffen, die sowohl für die berufliche als auch persönliche Entwicklung relevant sind. Wir haben auch sehr positive Erfahrungen mit anderen Institutionen gemacht. Die bosnische Botschaft in Österreich hat uns tatkräftig während der Community Tage in Wien unterstützt. Sponsoren, u.a. A Kern, Mtel Austria und freiwillige Helfer haben das Projekt ebenso mitgetragen. Weitere Veranstaltungen und Projekte, die die Rolle der Frauen bestärken, sind derzeit in Planung. Damit wollen wir eine bessere Integration der bosnischen Gemeinschaft in Österreich erreichen.