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Bringt die Post künftig Pakete direkt bis ins Vorzimmer?

(FOTO: Nuki Home Solutions)

Die Österreichische Post plant ein neues Projekt namens „Vorzimmerzustellung“. Gemeinsam mit A1 und Nuki soll die Paketzustellung der Zukunft umgesetzt werden.

Der ungeliebte gelbe Zettel im Briefkasten gehört vielleicht schon bald der Vergangenheit an. Jedenfalls plant die Österreichische Post ein neues Projekt, bei dem Pakete vom Postler direkt zuhause in der Wohnung abgestellt werden sollen. Umgesetzt wird das Vorhaben gemeinsam mit A1 und dem Unternehmen Nuki. Funktionieren soll das Ganze mit einem elektronischen Türschloss. Eine Überwachungskamera soll für Sicherheit sorgen. Hier alle Details.

Paketflut während der Pandemie
Die Paketflut hat vor allem während der Corona-Pandemie enorm zugenommen. Vor Weihnachten wurden etwa eine Million Stück Packerln pro Tag zugestellt. Aktuell werden bereits 95% aller Postpakete bereits beim ersten Versuch zugestellt, wie Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik bei der Österreichischen Post, am Montag bei einer Online-Pressekonferenz erklärte. Allerdings wolle man diese Quote noch weiter steigern. Und da kommt die „Vorzimmerzustellung“ ins Spiel!

Wie funktioniert die „Vorzimmerzustellung“?
Die jeweilige Wohnungstür wird mit einem smarten Türschloss von Nuki ausgestattet. Dieses wird an der Wohnungsseite der Tür angebracht und ermöglicht die kontaktlose Öffnung der Tür mittels Smartphone. Um ins Haus zu gelangen, muss der jeweilige Empfänger dem Zusteller aktiv eine Berechtigung mit dem Zugangscode geben. Eine Bodenmatte im Vorzimmer markiert den Platz, an dem das Paket abgestellt werden soll.

Optional kann das Ganze dann auch noch überwacht werden: Mit den Smart Home Geräten von A1 haben Empfänger die Möglichkeit, die Zustellung live oder bis zu 72 Stunden im Nachhinein anzusehen. Auf Wunsch kann der Prozess innerhalb der Wohnung auch mit einer Überwachungskamera gefilmt werden. 

Testerinnen und Tester gesucht
Bereits Ende vergangenen Jahres wurden interne Tests durchgeführt, bei denen die technische Machbarkeit überprüft und erste Erfahrungen mit der neuen Zustellart gesammelt wurden. Die Rückmeldungen waren dabei sehr positiv.

Nun werden für das Projekt 100 Testerinnen und Tester gesucht, die das System bis Dezember ausprobieren. Bewerben können sich Personen ab 18 Jahren auf der Website der Österreichischen Post. Voraussetzung ist eine Zustelladresse in Wien, Niederösterreich oder Graz. Die Frist dazu läuft bis 23. Mai.

Quellen und Links:

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