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Scooterverbot

Brüssel greift radikal durch: EU verbannt E-Scooter

Brüssel greift radikal durch: EU verbannt E-Scooter
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Unfälle, Chaos auf Gehwegen, Schießereien – Brüssel zieht eine radikale Konsequenz aus dem E-Scooter-Desaster.

Brüssel setzt dem wilden Treiben der Leih-E-Scooter ein Ende: Ab 2027 sind die elektrischen Mietroller in der belgischen Hauptstadt verboten. Die Stadtbehörden verkündeten die Entscheidung am heutigen Tag – als direkte Konsequenz aus einer Häufung von Unfällen, wachsenden Behinderungen im Straßenverkehr und der zunehmenden Nutzung der Gefährte für kriminelle Zwecke. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Belga.

Unfälle & Kriminalität

Allein im Jahr 2025 wurden in Brüssel 666 Personen bei Unfällen mit E-Scootern verletzt – ein Anstieg von mehr als einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 waren es laut dem belgischen Verkehrssicherheitsinstitut Vias 541 Verletzte. Dazu kommt ein alltägliches Ärgernis: Falsch abgestellte Roller versperren regelmäßig Gehwege und Radwege und behindern damit Fußgänger wie Radfahrer gleichermaßen.

Besonders brisant ist jedoch ein weiterer Befund: Der Brüsseler Staatsanwalt Julien Moinil wies darauf hin, dass Leih-Scooter im vergangenen Jahr bei nicht weniger als 25 Schießereien in der Hauptstadt zum Einsatz kamen. Die Verträge der beiden derzeit aktiven Anbieter – Bolt und Dott – laufen Ende dieses Jahres aus und werden nicht verlängert.

Europaweiter Trend

Brüssel ist mit diesem Schritt nicht allein.

Paris, Madrid und Prag haben Leih-E-Scooter bereits zuvor aus dem Stadtbild verbannt.

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KO KOSMO-Redaktion
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