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Start in Sicht

Budapest–Belgrad-Bahn: Bisher wichtigster Test erfolgreich abgeschlossen

Budapest–Belgrad-Bahn: Bisher wichtigster Test erfolgreich abgeschlossen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Leere Züge, voller Fahrplan: Die Bahnstrecke Budapest–Belgrad hat einen entscheidenden Belastungstest erfolgreich absolviert – doch für den Start des Personenverkehrs fehlt noch die offizielle Freigabe.

Auf dem ungarischen Abschnitt der Bahnstrecke Budapest–Belgrad ist in der Nacht auf Sonntag der bislang umfassendste Belastungstest durchgeführt worden. Ungarns Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy gab anschließend bekannt, dass die Simulation grundsätzlich ohne größere Probleme verlaufen sei. Die offizielle Auswertung der Ergebnisse steht allerdings noch aus.

Getestet wurde die Strecke zwischen Budapest und Kelebia an der serbischen Grenze. Über mehrere Stunden fuhren die Züge dabei so, als wäre der reguläre Personenverkehr bereits angelaufen: Simuliert wurde der für die Tages-Spitzenzeiten vorgesehene Fahrplan – allerdings noch ohne Fahrgäste. Zusätzlich wurden verschiedene Störungen und außergewöhnliche Betriebssituationen durchgespielt.

160 km/h im Test

Ein zentraler Punkt war das Zugbeeinflussungs- und Sicherheitssystem, das einen sicheren Betrieb bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ermöglichen soll. Nach den ersten Ergebnissen funktionierte das System auch bei der vorgesehenen Höchstgeschwindigkeit ordnungsgemäß.

Ganz ohne Probleme verlief der Test allerdings nicht. Das Fahrgastinformationssystem erfüllte die Anforderungen noch nicht vollständig. Der zuständige Auftragnehmer muss die festgestellten Mängel deshalb nachbessern.

Starttermin weiterhin offen

Die Ergebnisse des Belastungstests werden nun in den kommenden Tagen von Fachleuten der ungarischen Staatsbahn MÁV, der zuständigen Verkehrsbehörden sowie des TÜV ausgewertet. Erst nach dieser offiziellen Evaluierung soll über den Beginn des Personenverkehrs entschieden werden.

Vitézy machte deutlich, dass die Sicherheit dabei Vorrang habe. Der Personenverkehr werde erst aufgenommen, wenn zweifelsfrei feststehe, dass nichts die Sicherheit der Fahrgäste gefährde. Auch die Ergebnisse der offiziellen Auswertung sollen anschließend veröffentlicht werden.

Bereits seit dem Sommer laufen auf dem ungarischen Streckenabschnitt intensive Tests des Signal- und Sicherheitssystems. Anfang August hatte Vitézy noch einen möglichen Start des Personenverkehrs im frühen Herbst in Aussicht gestellt – allerdings ausdrücklich unter der Voraussetzung, dass die Tests ohne Probleme abgeschlossen werden. Ein verbindlicher Eröffnungstermin wurde bislang nicht genannt.

Der erfolgreiche Belastungstest bringt die Verbindung zwischen Budapest und Belgrad damit einen entscheidenden Schritt näher an den regulären Personenverkehr. Zunächst müssen jedoch die offizielle Auswertung abgeschlossen und die noch bestehenden Mängel am Fahrgastinformationssystem behoben werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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